Fehlgeburt mit mumifizierten Foeten

Mumifizierte Föten

Stirbt ein Fetus   während der Trächtigkeit, ohne dass dabei eine bakterielle Beteiligung stattfindet, kommt es zum Eintrocknen der Eihäute und der Frucht selbst. Dieser Vorgang wird als Mumifikation der Feten bezeichnet. Oft sind nur einzelne Individuen betroffen. Die mumifizierten Feten werden während des Geburtsvorganges mit den gesunden Welpen aus der Gebärmutter ausgetrieben.
Durch Virusinfektionen, z. B. Herpesviren und Parvoviren während der Trächtigkeit, kann es zur Mumifizierung der Welpen oder zu einem Spontan-Abort   kommen. In diesen Fällen ist meist der ganze Wurf betroffen. Auch die Aufnahme von Giftstoffen kann die Mumifikation der Früchte bewirken.
Kommt es in der ersten Hälfte der Gravidität   zur Zerreißung der Gebärmutterwand nach einem Unfall, kann es zum Austreten der Früchte in die Bauchhöhle kommen. Die Eihäute des Fetus verkleben mit Bauchorganen, die Blutzufuhr wird unterbrochen, und es kommt zum Absterben der Frucht/Früchte. Die in der Bauchhöhle befindlichen Feten trocknen ein, mumifizieren und werden evtl. während einer Laparotomie   vom Tierarzt   gefunden oder nach dem Schlachten von Nutztieren entdeckt.  Das Muttertier zeigt in der Regel keine Auffälligkeiten, nur wenn die Zerreißung der Gebärmutter kurz vor oder während der Geburt   auftritt, kann es zur Störung des Allgemeinbefindens kommen.

 

Braun beiger verschwumpelter Fetus der in dem Muttertier mumifiziert wurde.


Unregelmäßigkeiten während der Trächtigkeit können zum Fruchttod führen. Die Diagnose   kann durch den Tierarzt mittels einer Ultraschalluntersuchung   (Sonografie  ) gestellt werden. Während der Untersuchung kann die Herzaktivität der lebenden und der toten Welpen überprüft werden. Besteht  keine Gefahr für das Leben des Muttertieres, kann der Geburtstermin abgewartet werden.