Spontane Fehlgeburt

Abortus   – Fehlgeburt  

Spontanabort – Abbruch der Schwangerschaft nach Fruchttod oder bei nicht lebensfähigen Welpen.

Allgemeines:
Ein spontaner Schwangerschaftsabbruch (Abort  ) kann zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft auftreten. Er kann durch Infektionen   und nichtinfektiöse Noxen   ausgelöst werden.
Ursächlich können eine ganze Reihe von Infektionserkrankungen in Betracht gezogen werden. Im Anschluss werden einige Beispiele aufgeführt:
1.    Virosen: z. B. Staupe  , Herpesviren, H.c.c. Adenoviren
2.    Bakteriosen: z. B. Brucella  , Treponema  , ß-hämolysierende Streptokokken  
3.    Mykosen: z. B. Aspergillus  
4.    Parasitosen: z. B. Toxoplasmen
5.    Infektionen durch andere Erreger  , z. B. Chlamydien  
Nichtinfektiöse Ursachen für einen Abort sind:
•    Vergiftungen
•    Unfälle mit Schock   oder Bauchprellungen
•    Medikamente  

Symptome  :
Das wichtigste Symptom   für einen drohenden Abort ist ein ungewöhnlicher Scheidenausfluss vor dem Geburtstermin! Weitere Symptome stehen in Abhängigkeit von der Grunderkrankung. Es können Fieber und Apathie  , starke Blutungen, Schwäche des Muttertieres etc. auftreten. Häufig wird der Ausfluss von ungewöhnlichen Sekreten aus der Scheide vom Tierhalter nicht bemerkt. Der Abgang der abgestorbenen Früchte und Eihäute (Plazenta  ) bleibt auch häufig verborgen, da die Muttertiere diese gleich fressen.

Therapie  :

  1. Bei gutem Allgemeinbefinden des Muttertieres kann der Tierarzt   mit Hilfe der Ultraschalluntersuchung   feststellen, ob noch Welpen am Leben sind. Wenn einige Welpen aktiv sind, kann der Tierarzt durch Medikamentengaben die Trächtigkeit aufrechterhalten. So haben diese Tiere eine Chance, lebend geboren zu werden.
  2. Bei eitrigem Ausfluss mit Störung des Allgemeinbefindens kann die sofortige Ovariohysterektomie   angezeigt sein, um das Leben des Muttertieres zu schützen.
  3. Die Grunderkrankung sollte gefunden werden und nachfolgend eine gezielte Behandlung   eingesetzt werden.
  4. Bei starken Blutungen muss die Ursache gefunden werden und gegebenenfalls durch gerinnungsfördernde Mittel oder eine Bluttransfusion behandelt werden.

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