Geburt bei einer Hündin in Bildern

Für eine normale Geburt   ist das physische   und psychische   Gleichgewicht des Muttertieres Voraussetzung. Der normale Zeitraum vom Deckakt bis zur Geburt beträgt bei der Hündin 57-72 Tage, was im Durchschnitt eine mittlere Tragezeit für die Hündin von etwa 63 Tagen ergibt. Gegen Ende der Trächtigkeit fällt das Muttertier durch eine deutliche Zunahme des Leibesumfanges sowie durch ein ausgeprägtes und vergrößertes Gesäuge   auf. Zwei bis drei Tage vor dem Geburtstermin befindet sich darin bereits Milch  , die aus den Zitzen ausgemolken werden kann. Die Hündin zeigt die anstehende Geburt durch verminderten Appetit, vermehrte Wasseraufnahme und sinkende Körpertemperatur bei gleichzeitiger Schleimabsonderung aus der Scheide an. Da die innere Körpertemperatur bei einigen Hündinnen nur kurzzeitig absinkt, ist die Temperaturkontrolle 2-3 Mal täglich zu empfehlen.

Die Absonderung aus der Scheide wird durch den sich lösenden Schleimpfropf  aus dem Gebärmutterhals verursacht. Die Öffnung der Cervix   steht unter dem hormonellen Einfluss der Prostaglandine   des Muttertieres, durch Dehnung der Beckenbänder und Weitung der weichen Geburtswege wird der Geburtsvorgang eingeleitet. Viele Haustiere wünschen die Gegenwart eines geliebten Menschen während des Geburtsvorganges. Der Mensch sollte sich ruhig verhalten und die Geburt möglichst wenig beeinflussen. Häufig sind Frauchen oder Herrchen aber so aufgeregt oder greifen unnötig in diesem natürlichen Vorgang ein, so dass es zu Störungen der Geburt (Dystokie  ) kommen kann. Wie Sie eine Dystokie bei Ihrem Tier erkennen können, lesen Sie bitte in Abschnitt  "Dystokie". Sie sollten dann umgehend einen Tierarzt   oder einen tierärztlichen Notdienst   aufsuchen. Tiernotärzte in Ihrer Nähe finden Sie in unserer Notdienstsuche.

 

 

Die Hündin liegt auf Ihrem Krankenlager und blickt muter in die Gegend.Der Tierarzt greift mit einem Gummihandschuh geschützt in die Scheide der Hündin.


 

 

Die Öffnungsphase der Geburtswege

 

Die Hündin liegt auf Ihrem Lager und zeigt Schmerzen.Das Gesicht der Hündin drückt Leiden und Scherzen aus.


 

 

Muttertier pflegt den Genitalbereich durch belecken.Flüssigkeit ist aus der Scheide ausgetreten, die Hündin säubert die Scheide durch lecken.


 

Das vorzeitige Platzen der Fruchtblasen (Chorion  , Allantois   und Amnion  ) führt zum spontanen Austreten einer größeren Fruchtwassermenge. Nun liegt der Welpe trocken und ungepolstert im Geburtskanal. Sollten die Wehen nicht stark genug sein, um den Welpen in Kürze auszutreiben, muss der Tierarzt/die Tierärztin gegebenenfalls mit einer Geburtszange nachhelfen, den Welpen herauszuziehen. Je länger die Verweildauer des Welpen im Geburtskanals ist, desto geringer ist seine Überlebenschance.

Die Austreibungsphase

Durch die Wehen der Gebärmutter wird der Welpe zum Ausgang der Gebärmutter vorgeschoben. Der Welpe drängt sich durch die Cervix und erweitert diese durch den mechanischen Druck, dabei werden Presswehen ausgelöst, die zur Beschleunigung der Austreibung führen. Dabei reißt normalerweise das Chorion ein und befeuchtet den Geburtskanal. Der Welpe bleibt von den Fruchtblasen Allantois und Amnion) umhüllt.

 

Die Fruchtblase zeigt sich in der Scheide der Hündin.Die Fruchtblase tritt weiter uas der Scheide aus.


 

Muttertier belekt die Fruchtblase.Hündin eröffnet die Fruchtblase.


Hallo und willkommen, Du kleiner Welpe, in dieser kalten, grausamen und doch so schönen Welt!

 

Muttertier Beleckt Welpen der von der Fruchthülle frei kommt.Mutter beleckt die Nasen und Mundpatien des Welpen.


 

Welpe liegt auf dem Rücken und wird angestupst von dem Muttertier.Muttertier Beißt die Nabelschnurr durch.


 

 

Mutter und Welpe machen ein kurzes Nickerchen.Nasser Welpe liegt vor der Mutter die liebevoll für den Abgang der Exkremente sorgt.


Nachgeburtsphase

Das Muttertier mat den aus der Scheide Hängen gen Rest der Nabelschnur im Maul und zieht daran.Hie hündin frißt den Mutterkuchen


Fütterung

Das Gesäuge des Muttertieres ist prall gefüllt. Durch Absonderungen der Haut an den Gesäugeleisten - sogenannten Pheromonen – wird den Welpen der Weg zur „Milchbar“ gezeigt, gleichzeitig vermitteln diese Stoffe ein Gefühl von Wohlbefinden und Geborgenheit. Innerhalb der ersten 24 Stunden sondert das Muttertier die Kolostralmilch oder Hexenmilch   ab. Das Kolostrum   der Milchdrüsen enthält Abwehrstoffe, die von dem Muttertier produziert und an den Welpen zur passiven Immunisierung gegen Krankheiten   weitergegeben werden. Beim Welpen ist der Darm während der ersten 24 Stunden in der Lage, diese Abwehrstoffe aufzunehmen und in den Blutkreislauf zu überführen. Nach den ersten 24 Stunden wird die Milch zur reinen Nahrungsquelle für den Welpen, der nun in der Lage ist, die Nährstoffe zu verdauen und in seinen Organismus   aufzunehmen, um sich optimal zu entwickeln.

 

Die Mutter trägt den Welpen in Ihrem Maul.Der Welpe hat zwar die Brust gefunden, aber hat die Zitze noch nicht im Maul.


 

Geburt bei Mehrlingen

Die bereits beschrieben Vorgänge und biologischen Abläufe wiederholen sich

 

Die nächste Fruchtblase erreicht das Tageslicht.Mutter befreit den Welpen aus den Fruchthüllen.


 

Wie bereits im Abschnitt Geburt erläutert wird die Nachgeburt gefressen

 

Mutter Pflegt den zweiten Welpen.Das Muttertier kümmert sich um die Welpen.


 

Dieser Vorgang wiederholt sich, bis sämtliche Welpen geboren sind. Bei einem normalen Geburtsvorgang werden die Welpen abwechselnd mal aus dem rechten, dann aus dem linken Gebärmutterhorn geboren. Der Abstand zwischen den Geburten jedes einzelnen Welpen beträgt etwa 30 bis 45 Minuten. Es kann aber auch vorkommen, dass zwei oder drei Welpen unmittelbar nacheinander geboren werden. War der Prozess sehr anstrengend für die Mutter, kann auch eine längere Pause eintreten. Es gibt normale Geburten, bei denen es mehrere Stunden dauern kann, bis ein weiterer Welpe geboren wird, besonders dann, wenn das Muttertier durch die vorangegangenen Geburten sehr erschöpft ist. Somit ist es auch sehr schwer abzuschätzen, wann die Geburt letztendlich abgeschlossen ist. Besonders im Fall einer Superfecundatio mit Welpen, die im Alter leicht variieren. Letztendlich kann der Tierarzt durch Röntgen oder Ultraschalluntersuchungen den Abschluss der Geburt diagnostizieren. Durchschnittlich werden bei Hund und Katze etwa 60 % der Welpen mit dem Kopf nach vorn geboren. Bei diesen Tierarten stellt die Steißgeburt (hinteres Ende nach vorne) keine Schwierigkeit dar.

Der normale Geburtsvorgang dauert in der Regel nicht mehr als 24 Stunden

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