gestörter Geburtsverlauf

Dystokie   – gestörter Geburtsverlauf

Die wichtigste Regel zur Vermeidung von Störungen der Geburt   ist eine ruhige und entspannte Überwachung durch den Tierhalter. Die häufigste Ursache für Irritationen während des Geburtsvorganges sind aufgeregte Tierhalter, denn die eigene Aufregung überträgt sich auf das Muttertier. So kann es auch vorkommen, dass der erste Welpe in dem Moment  geboren wird, in dem der Tierhalter die Hündin für einen Moment verlässt.

Unter welchen Umständen muss ich mit einer Dystokie bei meinem Tier rechnen?

1. Der Vater ist unbekannt oder sehr groß.
2. Das Muttertier ist noch sehr jung oder kleinwüchsig für den Rassestandard.
3. Das Muttertier hat durch einen Unfall Frakturen am Beckengürtel erlitten.

Woran kann ich als Tierhalter erkennen, dass mein Tier an einer Dystokie leidet und schnellstmöglich ein Tierarzt   oder ein tierärztlicher Notdienst   aufgesucht werden muss?

  1. Die maximale Tragezeit ist überschritten (Hunde 68 Tage, Katzen 
65 Tage) siehe Abschnitt „Tragezeiten einiger Haussäugetiere in Tagen“!
  2. Der Wiederanstieg der inneren Körpertemperatur liegt mehr als 24 Stunden zurück.
  3. Die innere Körpertemperatur ist wieder angestiegen, ohne dass die Hündin Wehen 
oder sichtbarer Anzeichen der Geburt aufzeigt.
  4. Das Muttertier hatte über einen Zeitraum von 30 Minuten heftige Wehen, ohne dabei 
einen Welpen auszutreiben.
  5. Das vorzeitige Platzen der Fruchtblasen (Chorion  , Allantois   und Amnion  ) vor der 
Geburt des ersten Welpen führt zum spontanen Austreten einer größeren Fruchtwassermenge, ohne dass ein Welpe innerhalb von 10-15 Minuten geboren wird.
  6. Vor der Geburt ist grünlicher Scheidenausfluss ausgetreten.
  7. Es besteht ein eitriger, stinkender Scheidenausfluss.
  8. Die Hündin sondert große Mengen reines Blut aus der Scheide ab.
  9. Das Muttertier ist offensichtlich krank und zeigt ein gestörtes Allgemeinbefinden.
  10. Die Austreibung des ersten Welpen liegt mehr als 12-24 Stunden zurück. Es wurde 
kein weiterer Welpe geboren, obwohl die Voruntersuchung beim Tierarzt mehrere 
Welpen angezeigt hat.

Sollten Sie eine oder mehrere dieser Veränderungen bei Ihrem Muttertier während der Geburt feststellen, sollten Sie eine Tierärztin/einen Tierarzt um Hilfe bitten oder einen tierärztlichen Notdienst in Anspruch nehmen.

Diese Notdienste finden Sie bei www.tierklinik.de in unserer Rubrik „Notdienstsuche“ unter tierärztlicher Notdienst in Ihrer Nähe! Suchen Sie ganz einfach nach Postleitzahl oder Ort. Wenn Sie über ein iPhone® oder über ein iPad® verfügen, laden Sie sich unsere Apps herunter, um Notdienste in Ihrer Umgebung sofort finden zu können.

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