Gestörtes Brutpflegeverhalten

Es kann vorkommen, dass vom Muttertier keine ausreichende Fürsorge für die Brut gezeigt wird oder Welpen totgebissen werden. Gibt es solche Hinweise, wie lebensuntaugliche, verletzte oder kranke Welpen, dann ist von einer starken Störung der Hündin auszugehen und sie sollte von der Zucht ausgeschlossen werden. Fehlende Brutfürsorge kann bei Erstgebärenden beobachtet werden, vor allem, wenn diese sehr auf den Menschen geprägt sind. Auch übermäßiges Hantieren mit Desinfektionsmitteln im Brutbereich durch den Tierhalter kann zu Wahrnehmungsstörungen der Hündin führen, die ihre Welpen dann nicht ausreichend erkennt und verstößt.

Verstoßene Welpen können mutterlos aufgezogen werden. Hierzu sind Welpenersatzmilch und kleine Milchfläschchen im Handel erhältlich. Die Fütterung und Pflege ist jedoch aufwändig und zeitintensiv.

Übertriebenes Brutpflegeverhalten kann aber auch ins Gegenteil umschlagen. So kann z. B. beobachtet werden, dass durch übermäßiges Belecken der Welpen, vor allem im Bereich des Nabels, Hautwunden verursacht werden, die unter Umständen den Tod des Welpen verursachen können.

Trägt ein Muttertier ständig seine Welpen umher, kann dies ein Anzeichen für ein zu kleines Wurflager sein, oder in der Kinderstube herrscht zu viel Unruhe oder Lärm. Das Muttertier ist auf der Suche nach einem neuen Lager für die Familie. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie versuchen, das Problem zu finden und entsprechend Abhilfe schaffen.

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