Mechanismen der Geburt

1.- Eröffnungsstadium:

Unter der hormonellen Steuerung nehmen allmählich Frequenz, Dauer und Intensität der Wehen zu. Die Fruchtblase mit dem ersten Fetus   wird gegen die erschlaffte Cervix    (Gebärmutterhals) gedrückt und weitet diese mechanisch. Im Idealfall platzt die Allantoisblase und erhöht die Gleitfähigkeit des Welpen durch den Geburtskanal. Die Flüssigkeit schützt gleichzeitig die Schleimhäute während der Austreibungsphase.

2.- Austreibungsstadium:

Der Fötus   übt Druck auf den Gebärmutterhals aus. Dies führt zur Ausschüttung von Oxytocin  , das kräftige Kontraktionen auslöst, die unter Mithilfe der Bauchpresse und des Zwerchfells zu heftigen Presswehen führen. Der Kopf durchläuft mit den Vordergliedmaßen die Cervix und tritt in den Beckenraum ein. Der Fetus wird weiter vorangetrieben und schiebt sich durch den Scheidenring über die Schamspalte in seine neue Außenwelt.

3.- Nachgeburtsstadium:

Nach Beendigung der Austreibungsphase fällt der Pressreiz ab. Durch die Kontaktaufnahme des Muttertieres mit dem neugeborenen Welpen wird  Oxytocin ausgeschüttet, das die Wehen der Nachgeburt in der Gebärmutter stimuliert. Wenn die Plazenta   vom Muttertier nicht durch Ziehen gelöst wird, wird der Mutterkuchen durch die folgenden Kontraktionen ausgetrieben.