Welpensterblichkeit

Neonatale Mortalität   - Welpensterblichkeit

Neonatales Atemnotsyndrom: Die häufigste Ursache für das Sterben von Welpen ist das Atemnotsyndrom der Neugeborenen. Nachdem die Gebärmutter den Welpen nicht mehr mit Sauerstoff versorgt und das Neugeborene auf sich selbst angewiesen ist, kann es durch unterentwickelte Lungen oder ungenügende Entfaltung der Atemwege zum Ersticken des Neugeborenen kommen. Eine zu lange Unterversorgung mit Sauerstoff führt zu einer Übersäuerung im Blut mit Blockade des Atemzentrums im Gehirn   und dem Absterben von Nervenzellen. Auch eine frühzeitige Ablösung der Plazenta   oder das Abdrücken der Blutgefäße im Nabelstrang während des Geburtsvorganges können zum neonatalen Atemnotsyndrom führen.

Kann ein Welpe nicht richtig atmen, versucht das Muttertier das Neugeborene durch intensives Belecken zur Atmung anzuregen. Während die Zeit voranschreitet, wird das Lecken immer intensiver und verzweifelter. Nachdem das Muttertier davon überzeugt ist, dass der Welpe tot ist und die Wiederbelebung erfolglos verlaufen ist, frisst sie den Welpen auf. Dies ist kein Akt der Barbarei oder gar Kannibalismus, sondern ein natürlicher, angeborener Mechanismus zum Schutz der anderen Welpen. Instinktiv weiß die Mutter, dass die neugeborenen Welpen noch sehr empfindlich gegen Infektionserreger sind. Da sie den Welpen nicht vergraben kann, frisst sie ihn kurzerhand. Dieses Vorgehen findet Anwendung bei lebensunfähigen, verletzten oder kranken Welpen. So können mögliche Erreger   von den Säften des Verdauungstraktes der Mutter vernichtet werden oder durch ihr Abwehrsystem unschädlich gemacht werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Eiweißstoffe zur Milchproduktion für die anderen Welpen genutzt werden können.

 

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Hypothermie der Welpen: Können die Welpen nicht ausreichend vor Kälte geschützt werden oder von der Mutter gewärmt werden, kühlen sie aus. Die Mechanismen zur Wärmegewinnung sind bei den Kleinen noch unterentwickelt, es kann zur Unterkühlung kommen, die dann zum Tod führt.

Missgebildete Welpen: Werden missgebildete Welpen geboren, sollten diese vom Wurf ausgesondert und vom Tierarzt   schmerzlos erlöst werden. Häufig wird von der Mutter das abnorme Neugeborene verstoßen oder aufgefressen.

Infektionen  : Die Welpen nehmen mit der ersten Muttermilch - dem sogenannten Kolostrum   - mütterliche Abwehrstoffe auf, die zu einer passiven Abwehr beitragen. Werden nicht genug oder gar keine dieser Abwehrstoffe aufgenommen, kommt es zu einer Hypogammaglobulinämie  . Dann sind die neugeborenen Tiere schutzlos gegenüber Erregern, die sonst von den Antikörpern des Muttertiers unschädlich gemacht werden. Auch die Sauberkeit des Wurfplatzes ist entscheidend, um den auf die Welpen ausgeübten Infektionsdruck zu reduzieren.


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