Puerperium

Das normale Puerperium

Nach einem normalen, komplikationslosen Geburtsablauf folgt im Anschluss an die Austreibung des letzten Welpen das Puerperium. Im Puerperium verkürzen sich die Hörner der Gebärmutter und verringern ihren Durchmesser. Dabei wird die verdickte Wand des Uterus   durch Abstoßen der oberen Schichten des Endometriums   verkleinert. Diese abgestoßenen Schichten fließen aus der Scheide als schwarzgrüne Lochien ab. Später ist der Ausfluss geruchlos und zeigt eine schleimig-wässerige Konsistenz mit Beimengung von geronnenem Blut. Während der Rückbildung der Gebärmutter wechselt die Farbe des Scheidenausflusses zu rötlichbraun.


Das normale Puerperium dauert üblicherweise zwischen 2 bis 4 Wochen!

Komplikationen während des Puerperiums

1.- Verletzungen der Scheide: meistens durch unsachgemäßes Eingreifen des Tierhalters in den Geburtsvorgang.
2.- Uterusruptur:
Die Gebärmutter reißt äußert selten. Ursache können extrem kräftige Wehen sein. Auch missgebildete Feten oder ein besonders brüchiges Gewebe   der Gebärmutter können zur Ruptur führen.
3.- Gebärmuttervorfall (Uterusprolaps): Ist selten, kann in Zusammenhang mit der Geburt   stehen oder mit sehr starken Nachwehen während des Puerperiums. Dabei können ein oder beide Hörner des Uterus ausgestülpt werden.
4.- Plazentaretention: Verbleiben Reste des Mutterkuchens in der Gebärmutter, können diese zur Störung des Allgemeinbefindens des Muttertieres führen. Es bildet sich ein übelriechender Ausfluss, wenn dieser gar in der Gebärmutter verbleibt, kann es zur Vergiftung durch die angesammelten Lochien kommen.
5.-  Puerperale Blutungen aus der Gebärmutter: Die uterine Hämorrhagie zeigt sich erst mehrere Tage nach der Geburt. Dabei werden reines Blut und Blutgerinnsel aus der Scheide des Muttertieres abgesondert. Dies führt nicht selten zu verminderter Fruchtbarkeit oder Unfruchtbarkeit des Muttertieres, kann in einigen Fällen aber auch lebensbedrohlich werden.
6.- Milchkrampf: Die puerperale Tetanie zeigt sich während der maximalen Milchleistung des Muttertieres und ist durch den hohen Kalziumverlust bedingt. Für die Hündin und Kätzin liegt der Termin etwa in der 2.-3. Woche nach der Geburt. Das Muttertier zeigt zunächst Unruhe, ist ängstlich und schreckhaft, wimmert und zeigt Muskelzittern. Danach wird der Gang steif und die Atmung beschleunigt sich. Daran schließen sich Krämpfe und eine Erhöhung der Körpertemperatur auf etwa 41°C an, ähnlich wie bei einem epileptischen Geschehen.


Sollte bei Ihrem Haustier eine dieser Veränderungen auftreten, zögern Sie nicht, einen Nottierarzt zu kontaktieren!


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