Welpenpflege

Die Geburt   wird entweder vom Tierhalter begleitet oder durch eine Tierärztin/einen Tierarzt   überwacht.

Es sollte zunächst beobachtet werden, wie das Brutpflegeverhalten der Mutter ist. Ist diese beispielsweise sehr erschöpft oder ist der Wurf sehr groß, kann es notwendig sein, die Welpen mit einer Welpenersatzmilch zusätzlich zu füttern, um einer Unterzuckerung der Welpen vorzubeugen.

Die Wurfkiste oder der Brutplatz sollte den neugeborenen Welpen Schutz vor Störenfrieden und Lärm sowie ausreichend Wärme bieten. Auf Hygiene   ist unbedingt zu achten. Zeitungspapier ist als Unterlage nicht geeignet. Ist der Lochialfluss des Muttertieres stärker, sind kochwäschegeeignete Frotteehandtücher sinnvoll. Verschmutzungen durch Urin und Kot der kleinen Welpen müssen beseitigt werden. Die Unterlage sollte regelmäßig gewechselt und gewaschen werden.

Meistens ist das Eingreifen durch den Menschen jedoch nicht erforderlich. Das Muttertier ist durchaus in der Lage, die Welpenpflege selbst durchzuführen.

Durch Belecken des Bauches wird die Verdauung angeregt und durch Belecken der Genitalöffnungen der Urin- und Kotabsatz des Welpens gefördert.

Gesunde Welpen schlafen oft und kurz mit bis zu 150 Schlafphasen pro Tag. Nach dem ersten Monat ändert sich das Schlafverhalten auf etwa 20 Schlafphasen pro Tag.

Während der ersten Schlafphasen (1.-5. Tag) liegen die Welpen dicht an die Mutter gedrängt. Wenn dies nicht der Fall ist, ist die Temperatur am Brutplatz möglicherweise zu hoch und sollte überprüft werden. Durch engen Körperkontakt mit dem Muttertier wird die Auskühlung verhindert und die Bindung zwischen Mutter und Welpen gefördert.

Nach dem Erwachen der Welpen wandern diese zügig zum Gesäuge   und üben während des Säugens mit den Vorderpfoten den sogenannten Milchtritt aus, der die Milchproduktion des Muttertieres stimuliert.

 

 

Die normale innere Körpertemperatur der Welpen von Hund und Katze variiert stark.

1.-5. Tag post partum 35,5 – 36,5°C
6.-10 Tag 36,5 – 37,5°C
11.-15. Tag 37,5 – 38,5°C

Öffnung der Augen:

Hund 10 – 16 Tage nach der Geburt
Katze 7 – 12 Tage nach der Geburt

 

Geschlechtsbestimmung Katze: Beim männlichen Tier liegt die Genitalöffnung weiter vom After entfernt als beim Weibchen.

Körpergewicht: Über die Zunahme des Körpergewichtes der Welpen kann in den ersten Wochen Rückschluss über den Gesundheitszustand der Welpen ermittelt werden. Bei der Geburt kann das Körpergewicht je nach Rasse stark variieren (zwischen 100 – 800 gr). Nach 8 - 10 Tagen sollte sich das Gewicht der Welpen verdoppelt haben. Am Ende der zweiten Lebenswoche sollte das Gewicht um 300 - 400 % zugenommen haben.

Mit 3 - 4 Wochen versuchen die Welpen, das Lager zu verlassen. Dann beginnt für den Tierhalter ein ganztägiger Job, damit die Kleinen bei ihren ständigen Entdeckungstouren nicht in lebensgefährliche Situationen im Haushalt geraten. Es macht jedoch viel Freude, den Kleinen beim Umhertollen und Wachsen zuzuschauen.

Absetzen der Welpen: In Abhängigkeit der Größe und des Entwicklungszustands der Welpen kann in einem Alter von 3-4 Wochen mit dem Zufüttern eines hochwertigen Welpenfutters begonnen werden. Damit der Übergang zur festen Nahrung erleichtert wird, kann dieses zu einem leichten Brei mit Wasser (bitte nicht mit Kuhmilch anmischen!) verrührt werden. Um zu verhindern, dass die Welpen an das Futter der Mutter gehen, sollte der Napf entsprechend hoch aufgestellt sein. Eine Trennung von den Wurfgeschwistern kann mit 6 - 8 Wochen erfolgen.

Entwurmung: Eine gründliche Entwurmung der Mutter sollte nach Angaben des Tierarztes erfolgen. Die Welpen werden mit vier Wochen im wöchentlichen Abstand bis zur Impfung entwurmt.

Impfung: Die Erstimpfung erfolgt bei den Welpen mit 6 - 8 Wochen. Fragen Sie hierzu Ihre Tierärztin/Ihren Tierarzt. Lesen Sie mehr über Impfung in unserem Kapitel Vakzination  .