mittelstarke Schmerzmittel

III.    Mittelstarke Schmerzmittel müssen vom Tierarzt   / Tierärztin verschrieben werden. Die Behandlung   kann dann vom Tierhalter in der häuslichen Umgebung nach tierärztlicher Anweisung verabreicht werden.

a) bei Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparats haben sich die modernen NSAID  s (nicht auf Kortison-basierende Schmerzmittel) etabliert. Diese Stoffe zeichnen sich durch ihre Eigenschaft aus, entweder COX1 und COX2 zu hemmen, oder nur das COX2. Sie sind gut verträglich, jedoch bei der Katze nur mit Einschränkung zu verabreichen.
Durch ihr direktes Eingreifen in die Kaskade des Schmerzes und Hemmung des Enzyms Cyclooxygenase (COX) wird die Bildung von Prostaglandinen im Gewebe   unterdrückt und somit einen wichtiger Faktor bei der Bildung von Schmerzen ausgeschaltet (siehe Schmerzkaskade). Auf Grund der Vielzahl der Medikamente   und der Verschreibungspflicht des Medikaments soll hier nicht auf Dosierungen eingegangen werden.
b) Ältere, nicht steroidale Medikamente (nicht auf Kortison-basierende Schmerzmittel), wie beispielsweise das Phenylbutazon. Dieses Medikament   findet in der Tiermedizin sowohl in der Großtierpraxis als auch in der Kleintiermedizin häufige Anwendung. Es darf nicht bei Tieren eingesetzt werden, die der  Gewinnung von Lebensmitteln dienen. Bei Pferden, die im Reitsport genutzt werden, kann dies als Doping gewertet werden. In der Kleintiermedizin wird Phenylbutazon in Kombination mit Kortison eingesetzt.
c) Metamizol, z.B. Novalgin®, ist ein recht starkes, krampflösendes Mittel, das vor allem bei kolikartigen Schmerzen der Weichteile (z.B. der Harnwege) eingesetzt wird. Es zeigt zusätzlich zu der guten schmerzstillenden Wirkung eine stark fiebersenkende Wirkung. Diese kann in einigen Fällen auch von Nachteil sein. Es wird zwar gut vertragen, ist aber rezeptpflichtig, so dass wir hier auf Dosierhinweise verzichten.

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