Schmerzen nach Knochenbrüchen

Durch ein heftiges Trauma  , z.B. Aufprall mit einem Kraftfahrzeug, werden nicht nur Weichteile, wie Haut, Bindegewebe und Muskeln geschädigt, sondern es kann zum Zerbrechen eines oder mehrerer Knochen kommen.

 

 

Traurig schauender Hundewelpe entlastet das linke Vorderbein.Hinterbein eines Kaninchens, aus dem ein Knochenstück hervor sticht.Mikrofotografie zeigt Kochenmark mit vielen Entzündungszellen und Bakterien.


 

Durch einen einfachen Knochenbruch verliert das betroffene Bein seine Funktion, die Muskeln können die Kraft nicht mehr auf die Gliedmaße übertragen. Das Bein wird nicht mehr benutzt und schlackert nur noch herum. Wird dennoch der Versuch unternommen, die Gliedmaße zu belasten, findet der Patient keinen Halt und kann durch die scharfen Knochenenden die Weichteile, wie Muskeln, Blutgefäße und Nerven, verletzen oder gar zerstören.  Schmerzen hindern das Tier an der Belastung und schützen vor weiteren eventuell schwereren Verletzungen. Durch das Reiben der Knochenenden aneinander wird der Schmerz ausgelöst. Tritt ein Knochenende durch einen Wundspalt aus der Gliedmaße hervor, kann das ungeschützte Frakturende durch Bakterien   und Umgebungskeine besiedelt werden, und dies kann zu einer Osteomyelitis   führen. Ein infizierter Knochenbruch ist um ein Vielfaches schmerzhafter als eine einfache Fraktur.