Ernährung von Patienten mit tumorösen Erkrankungen

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Ernährung tumoröse Erkrankungen KatzeTumorerkrankungen häufen sich leider nicht nur beim Menschen, sondern auch bei unseren Haustieren und zählen mit zu den häufigsten Todesursachen. Die Krankheit   entsteht durch das unkontrollierte Wachstum von körpereigenen Zellen, die eine große Anzahl von Zellteilungen durchlaufen. Die für das Tumorwachstum notwendigen Nährstoffe sind vorzugsweise Kohlenhydrate (Glukose) und glukoplastische Aminosäuren   (z.B. Alanin, Glycin etc.; können im Stoffwechsel   Kohlenhydrat-Verbindungen bilden), aus denen vom Tumor   reichlich Energie für die vielen Zellteilungen gewonnen werden kann. Obwohl die Tumorzellen ursprünglich aus körpereigenen Zellen entstehen, verlieren diese ihre normale Funktion. Einige Tumore   wachsen nur lokal (an einem Ort), durch langsames Wachstum können sie aber auf Organe, Blutgefäße und Nerven drücken und dabei Schaden oder Schmerzen anrichten.

Andere Tumore können über die Blutbahn in den Körper ausschwärmen, weitere Organe befallen und schließlich zerstören. Bösartige Geschwüre wachsen aggressiv und dringen in die umliegenden Gewebe   ein, wobei diese von dem Tumor zerstört werden und schließlich absterben.

Obwohl Tumore immer große Besorgnis auslösen, kann an dieser Stelle auf neue Behandlungsmethoden hingewiesen werden, die durchaus Hoffnung versprechen.

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Faktoren, die die Enstehung von Tumorerkrankungen beeinflussen

Alter:

Tiere im fortgeschrittenen Alter (10 bis 15 Jahre) entwickeln doppelt so häufig Tumore wie jüngere Tiere.

Rasse:

Bestimmte Tumorarten treten bei einigen Rassen vermehrt auf. Boxer entwickeln verschiedenste Hauttumore sowie Gehörgangs-, Lungen-, Herzbasis- oder Milztumore sowie Blut- und Knochenkrebs. Deutsche Schäferhunde zeigen Hauttumore, einschließlich dem schwarzen Hautkrebs, Nasen-, Brustfell-, Darm- und Analtumore.

Bei Hauskatzen finden sich Hauttumore und Knochenkrebs. Vor allem Siamkatzen leiden an Hauttumoren, bösartigen Tumoren in der Nase, Brust- und Knochenkrebs.

Geschlecht:

Einige Tumore entstehen unter dem Einfluss der Geschlechtshormone. So tritt Brustkrebs beispielsweise bei Hündinnen, die vor oder nach der ersten Läufigkeit kastriert wurden, fast überhaupt nicht auf, während bei unkastrierten Hündinnen diese Tumore der Brustdrüsen im Alter verhältnismäßig häufig auftreten. Männliche Tiere haben mehr Probleme mit der Prostata.

Umwelteinflüsse:

Chemikalien, wie Schädlingsbekämpfungsmittel und agressive Desinfektionsmittel, können die Entstehung von Tumoren fördern. Aber auch Strahlung, wie die ultraviolette Strahlung der Sonne, kann bei unseren Haustieren Krebs verursachen.

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Symptome, die auf eine Herzerkrankung hinweisen können:

Tumorerkrankungen haben vielseitige Gesichter, da die Symptome von einer Vielzahl an Faktoren abhängig sind. So ist das Gewebe, das den Ursprung des Tumors bildet, Grundlage für die vom Tumor verursachten Veränderungen. Wird die Funktion des Organs eingeschränkt oder verändert, z.B. bei hormonell aktiven Tumoren, können sehr deutliche körperliche Veränderungen auftreten. Tumore können aber auch andere Organe quetschen, Blutgefäße abdrücken, und durch Unterversorgung mit Nährstoffen kann es zu Funktionsstörungen anderer Organe kommen.

Aufgrund der komplexen Natur der Tumorerkrankungen kann nur der Tierarzt   die Symptome deuten und die notwendigen Schritte zur Diagnose und Therapie   einleiten.
Einige Veränderungen, die auf das Vorhandensein eines Tumores hinweisen können:

  • Umfangsvermehrungen, die an Größe zunehmen
  • nicht heilende Wunden
  • Gewichtsverlust
  • sehr großer oder sehr geringer Appetit
  • Blutungen aus Körperöffnungen
  • Schluckschwierigkeiten
  • Vitalitätsverlust
  • Vergrößerung des Leibesumfanges
  • anhaltende Lahmheiten
  • Schwierigkeiten beim Harn- oder Kotabsatz
  • Atembeschwerden

Die Beschwerden können natürlich auch bei anderen Krankheiten   auftreten und müssen kein Anzeichen für Tumore sein.

Sollten Sie Zweifel haben, zögern Sie bitte nicht, Ihren Haustierarzt um Rat zu fragen!

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Diagnose

Ihr Tierarzt wird sicherlich zunächst eine allgemeine klinische Untersuchung bei Ihrem Tier durchführen und beim Abtasten möglicherweise Veränderungen finden. Aufgrund der ganz unterschiedlichen Tumorarten werden häufig mehrere der nachstehend aufgeführten Untersuchungsmethoden notwendig.

Blutuntersuchung: Der Tierarzt kann im Blutbild Veränderungen an den Blutzellen erkennen, beispielsweise bei Tumorerkrankungen der Blutzellen (Blutkrebs). Auch stark erhöhte Serumenzyme, die auf tumorbedingte Gewebeschädigung hindeuten, können ein Hinweis sein. Tumormarker konnten sich in der Tiermedizin aufgrund der hohen Kosten leider nicht durchsetzen.

Röntgenuntersuchung: Eine ganze Reihe von Tumoren, die sich im Inneren des Körpers befinden, können durch ein Röntgenbild gut dargestellt werden. Vor allem Tumore in der Lunge und im Knochen sind gut darzustellen.

Ernährung tumoröse Erkrankungen Ultraschallbild

Ultraschalluntersuchung  :

Diese bietet Einblicke in den Körper und in das Innere der Organe. Es können z.B. Herz-, Leber-, Nieren-, Darm-, Blasentumore dargestellt werden. Links ein Ultraschallbild eines Tumors auf der Brustwand einer 13-jährigen Mischlingshündin. Bewegen Sie den Mauszeiger auf die Abbildung, stellt sich der Tumor gelb umrandet dar. Die schwarzen (hellblauen) Löcher sind Blutgefäße, die den Tumor mit viel Nahrung versorgen, damit er schnell wachsen kann.

Endoskopie:

Mit beweglichen oder starren optischen Geräten kann der Tierarzt Körperhöhlen und Organe (Magen, Darm, Harnwege) spiegeln, Proben entnehmen und Gewebeuntersuchungen einleiten. Bei Metastasenbildung (Tochtergeschwulste) kann der Streuungsgrad ermittelt und beurteilt werden.

Biopsien:

Zur Beurteilung eines Tumors können ganz geringe Gewebeproben mit der Feinnadelaspirationstechnik, mit speziellen Biopsietechniken oder der chirurgischen Entfernung des veränderten Bereiches gewonnen werden. Diese werden anschließend der histopathologischen Untersuchung durch einen erfahrenen Veterinärpathologen zugeführt.

Andere bildgebende Verfahren:

Computertomographie  , Kernspintomographie und Szintigraphie können weitere wertvolle Informationen über einen Tumor liefern.

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Futter-Rezeptur

Ernährung tumoröse Erkrankungen Katze unter HutEine Futterrezeptur kann an dieser Stelle leider nicht zur Verfügung gestellt werden, da die Thematik der Tumorerkrankungen zu komplex und vielschichtig ist. Das Futter muss an den speziellen Patienten angepasst und auf seine besonderen Bedürfnisse zugeschnitten werden. Ihr Tierarzt kann aber in Zusammenarbeit mit einem Ernährungsspezialisten einen Futterplan für Ihr Tier erstellen.

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Fertigfutter

Verschiedene Hersteller bieten Diätfertigfutter an. Bei diesen handelt es sich um sehr hochwertige Futtermittel, die durch ihre sorgsam ausgewählten Inhaltsstoffe oder durch besonders aufbereitete Inhaltsstoffe auffallen.

Hierbei handelt es sich um Verschreibungsdiäten, die nur beim Tierarzt erhältlich sind!

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