Fette, Öle und fettreiche Samen

Einleitung | Butter | tierische Fette | pflanzliche Fette | Öle | Nüsse und Samen

Einleitung

Fette und Öle

Fette und Öle sind reiner Brennstoff. Sie dienen zur Energieaufwertung der Futtermittel. Außer essentiellen Fettsäuren und einigen fettlöslichen Vitaminen enthalten sie keine weiteren Nährstoffe!

 


 

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Butter

Butter gehört zu den tierischen Fetten, sie wird vor allem Katzen gern zu schlecken gegeben. Wegen ihres hohen Cholesteringehalts mit Durchfall verursachender Wirkung ist sie nicht geeignet als Zusatzfutter für Fleischfresser.

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Fette, tierischer Herkunft

Hierzu zählen Schweineschmalz, Hühnerfett und Fischöl. Tierische Fette dienen zur Aromatisierung und zur Erhöhung des Bennwertes der Nahrung und sind nur bei den Fleischfressern unter gegebenen Unständen sinnvoll. Fischöl ist deulich wertvoller, da es eine große Anzahl an ungesättigten und essentiellen Fettsäuren enthält. Beim Fischöl ist die Akzeptanz allerdings nicht so gut, und die Tiere können einen fischigen Geruch entwickeln.

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Fette, pflanzlicher Herkunft

Diese enhalten meistens viele ungesättigte Fettsäuren. In Ölen werden diese schnell ranzig, so dass durch Antioxidantien eine Stabilisierung erreicht werden muss. Als Antioxidanz kann beispielsweise Vitamin E zugesetzt werden, um eine Stabilisierung gegen den Sauerstoff der Luft zu erzielen. Gleichzeitig muss durch einen luftdichten Verschluss und lichtundurchlässige Verpackung das Öl vor Zerfall geschützt werden. Pflanzenfette wie Palmenkernfett sind ungeeignet zur Fütterung, da sie abführend wirken und zu Erbrechen führen können.

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Maiskeimöl

Dieses Öl zeichnet sich durch einen milden Geschmack aus. Kaltgepresstes Öl enthält 16 % gesättigte Fettsäuren, 30 % einfach ungesättigte Fettsäuren und etwa 54 % mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Es ist reich an Linolsäure und ist leicht bekömmlich.

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Rapsöl

Dieses Öl sollte auch kalt gepresst sein. Es enthält nur 9 % gesättigte Fettsäuren, 60 % einfach ungesättigte Fettsäuren und etwa 31 % mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Es ist mild im Geschmack mit etwa 10 % Omega-3-Fettsäuren (alpha-Linolensäure) und etwa 20 % Omega-6-Fettsäuren (Linolsäure).

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Leinöl

Das Leinöl ist besonders reichhaltig an Omega-3-Fettsäuren (alpha-Linolensäure) mit einem Gehalt von 50 bis 55 %. Es ist jedoch sehr empfindlich gegen Licht und Sauerstoff, wird also schnell zerstört. Es enthält 10 % gesättigte Fettsäuren, 18 % einfach ungesättigte Fettsäuren und etwa 72 % mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

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Distelöl

Diese häufig gepriesene Öl ist sehr reichhaltig an ungesättigten Fettsäuren, ähnlich dem Leinöl. Sein neutraler Geschmack erlaubt es, häufig bei Tiernahrung als Lieferant für mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu fungieren. Es enthält 8 % gesättigte Fettsäuren, 13 % einfach ungesättigte Fettsäuren und etwa 71 % mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Es ist stabiler als Leinöl.

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Olivenöl

Zeichnet sich durch einen eher kräftigeren Geschmack aus, was zu Akzeptanzproblemen bei Tieren führen kann. Es enthält 13 % gesättigte Fettsäuren, 79 % einfach ungesättigte Fettsäuren und etwa 8 % mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Die Pflanzenöle enthalten einen Brennwert, der zwischen 800 und 900 Kcal/100 ml Öl variieren kann. Da aus bereits erwähnten Gründen Öle leicht ranzig werden können, ist in einer Vielzahl von fertigen Trockenfuttern der Fettgehalt reduziert. Dies kann bei einigen Tieren zu Mangelzuständen führen, die einer Ergänzungsfütterung von Omega-3-Fettsäuren (alpha-Linolensäure) und Omega-6-Fettsäuren (Linolsäure) bedürfen. Hierzu können geringe Mengen der hier aufgeführten Fette oder Öle dem Futter zugesetzt werden. Alternativ ist auch die Gabe von etwas Halbfettmagarine möglich. Besser ist jedoch die Fütterung speziell entwickelter Futterergänzungsmittel, die aus einer Mischung von ungesättigten lang- und kurzkettigen Fetten unterschiedlichen Ursprungs (Fisch- und Pflanzenölen) bestehen, die korrekt dosiert und vor Luft und Licht geschützt verpackt sind.

Besprechen Sie dies einmal mit Ihrem Tierarzt   / Ihrer Tierärztin - Sie werden dort sicher gut beraten!

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Nüsse und fetthaltige Samen

Nüsse, z.B Erdnüsse, Pecan und Paranüsse sowie Ölsamen wie Sonnenblumenkerne, Leinsaat, Raps und Nachtkerzensamen enthalten einen hohen Anteil an Planzenölen mit wertvollen essentiellen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren mit unterschiedlicher Länge der Kohlenstoffketten. Außer den Fetten sind auch reichhaltige Eiweißverbindungen enthalten, die zwar bei der Ernährung   von Hunden und Katzen keine größere Rolle spielen, aber von erheblichem Nutzen für einige Nager sind wie Hamster, Wüstenrennmaus und Streifenhörnchen. Vor allem für Großpapageien ist die Aufnahme von fettreichen Nüssen mit der Futterration sehr wichtig. Mandeln führen oft zu Problemen bei Überfütterung aufgrund des Gehaltes an Blausäure.

Bei der Fütterung von Erdnüssen und Sonnenblumenkernen ist auf die einwandfreie Qualität der Rohstoffe zu achten, da diese leicht von Schimmelpilzen, z.B. Aspergillus  , besiedelt werden. Diese können die Atemwege der Papageien besiedeln oder durch Pilzgifte (Aflatoxine) schwere Organschäden und sogar den Tod der Tiere verursachen!

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