Eine junge Katze kommt ins Haus

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Eine Katze kommt ins Haus

Katze guckt über den Rand einer WäscheboxFür Ihren Katzenwelpen ist die Begegnung mit seiner neuen Menschenfamilie ein ganz besonderes Ereignis!

Aus Sicht eines kleinen Katzenwelpen ist seine neue Welt riesig und verwirrend. Ein Katzenwelpe muss außer Zuneigung auch gewisse Regeln erlernen, damit er sich in der neuen Welt zurechtfindet. Hierzu gehören Disziplin und klare Grenzen, damit aus ihm ein ausgeglichenes und zufriedenes Kätzchen werden kann. Obwohl die Welpen kleine süße Wollknäuel zu sein scheinen, sind sie eigentlich Raubtiere und müssen erst lernen, ein Haustier zu werden. Die Erziehung ist somit sehr wichtig!

Tierärztin / Tierarzt

Tierarzt mit KatzeEs sollte von Anfang an eine gute Beziehung zu Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt aufgebaut werden, denn dies sind Ihre Partner für sämtliche Fragen rund um Ihr neues Familienmitglied. Hier finden Sie Hilfe bei Fragen zu Gesundheit, Ernährung und Erziehung Ihres neuen Haustieres. Impfungen können schon mit 6 bis 8 Wochen durchgeführt werden. Ein guter Impfschutz sieht die für Ihre Katze notwendigen Impfungen vor. Ist das Risiko im Einzelfall größer, z. B. aufgrund von Freigang, Verhalten oder Krankheit  , erstellt Ihr Tierarzt gerne einen individuell an Ihr Tier angepassten Impfplan. Ein Katzenwelpe, der bereits eine Impfung erhalten hat, sollte untersucht und ggf. nachgeimpft werden. Wichtig sind Entwurmungen und vorsorgliche Schritte gegen Parasiten  , wie beispielsweise Flöhe. Dies kann schon von Ihrem Tierarzt eingeleitet werden.

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Erbgut

Rassekatze auf Bett  Erbgut Katze


Jedes Lebewesen erhält von den Eltern Anteile des Erbguts, die sein Aussehen bestimmen (Rasse, Größe, Fellfarbe etc.), den Genotypus  . Dreifarbige Katzen, sog. "Glückskatzen", sind immer weiblichen Geschlechts, da die dreifarbige Fellzeichnung durch Gene der X-Chromosome   kodiert wird. Ein Y-Chromosom   würde das Gen   unterdrücken, und die Katze würde nur über die übliche Fellzeichnung verfügen.

Auch die Charaktereigenschaften einer Katze, wie etwa das Verhalten gegenüber ihrem Halter, ob sehr anhänglich oder individuell unabhängig, ist bereits in den Genen einer Katze festgeschrieben. Die Reinlichkeit, wie beispielsweise das Verrichten der Notdurft nur an speziellen Plätzen oder das Jagen von Fliegen, Spinnen und Mäusen, ist instinktiv in den Genen einer Katze verankert.

Charaktereigenschaften werden auch von Umwelteinflüssen geprägt (Freundlichkeit, Verspieltheit, Ängstlichkeit etc.). Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung, dass Sie einige Grundvoraussetzungen der Katzenerziehung erfüllen, da in den ersten Lebensmonaten eines Lebewesens die Prägung erfolgt, die es sein ganzes restliches Leben begleitet.

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Beißhemmung

Katze will beißenWelpen müssen lernen, wie stark sie zubeißen können, bevor sie ihre ersten Zähne verlieren. Wenn sie mit ihren Brüdern und Schwestern spielen, lernen sie, mit welcher Stärke sie zubeißen dürfen, bis die anderen laut aufschreien, sollte der Biss zu stark sein. Das können Sie auch mit Ihrem Katzenwelpen üben! Dabei ist es wichtig, dem Tier das Beißen abzugewöhnen. Aus diesem Grund sollten Sie so scharf wie möglich reagieren, wenn Sie gebissen werden. Schreien Sie laut auf und ignorieren sie anschließend das Tier. Auf diese Weise lernt das Kätzchen, dass das Beißen von Menschen nicht geduldet wird!

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Kratzen und Kauen auf Gegenständen

Junge Kätzchen sind sehr neugierig und wollen alles genau untersuchen. Dabei werden die unterschiedlichsten Gegenstände vorsichtig beschnuppert. Ist das Objekt für die Katze als Marke des Territoriums von Bedeutung, so werden die Vorderpfoten und Krallen ausgestreckt, die dann den Gegenstand umfassen; anschließend wird mit den Vorder- oder Hinterpfoten heftig daran gekratzt. Das ist für Kätzchen ein normales Verhalten, denn hierdurch markieren sie einen Revierabschnitt, hinterlegen eine Duftnote und ein typisches Kratzmuster. Es dient gleichzeitig zur Entfernung alter, lockersitzender Hornschichten der Krallen. Katzen wählen sowohl im Haus als auch im Freien einen Platz, zu dem sie immer wieder zurückkehren. Hier sollte nach Möglichkeit ein Kratzbaum oder ein ähnlich gestalteter Platz zur Verfügung stehen. Das Kratzen am Kratzbaum ist wichtig für die Krallenpflege!

Eine weitere Eigenart von einigen Rassekatzen (Siamkatzen und Burmakatzen) ist der Verzehr von für die Ernährung ungeeigneten Stoffen, wie etwa Wolle und Seide. Die Ursache hierfür ist unbekannt und wird als "Pica" bezeichnet.

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Schmusen mit Kätzchen

Mädchen mit KatzeVor allem Kinder sind immer wieder überrascht, dass Katzen Schmusen und zärtliche Umarmungen nicht sehr schätzen, sondern eher als einen bedrohlichen Akt interpretieren. So kann es vorkommen, dass Ihre Katze Sie kratzt oder nach Ihnen schnappt. Aus diesem Grund beginnen Sie mit vorsichtigem Streicheln auf dem Rücken und an den Flanken. Wünscht das Tier mehr Kontakt, beginnt es zu schnurren und präsentiert Ihnen die bevorzugten Bereiche. Ist ein ausreichendes Vertrauensverhältnis aufgebaut, toleriert das Tier eine Berührung an seinen empfindlichsten Stellen, wie dem Bauch und dem Halsbereich. Steht das Vertrauensverhältnis, fällt Ihnen das tägliche Kämmen viel leichter. Beim Hochheben eines Katzenwelpen sollten Sie achtsam sein, diesen nicht fallen zu lassen, da die Katze sonst misstrauisch gegenüber dem Menschen werden kann. Auch Verletzungen und Brüche sind bei einem unglücklichen Sturz möglich. Wenn Sie einen Welpen aufnehmen, greifen Sie Ihn unter der Brust und umfassen gleichzeitig das Hinterteil. Ziehen Sie jetzt den Welpen an Ihren Körper heran, um ihn mit Ihrer Brust sicher zu stützen, auch wenn dier Welpe vielleicht etwas unruhig ist. Wenn Sie ihn absetzen, lassen Sie ihn erst los, wenn Sie spüren, dass sich sein ganzes Gewicht auf dem Erdboden befindet.

Vorsicht bei Kindern! Ein Kätzchen kann unerwartete Abwehrreaktionen zeigen, wenn es sich plötzlich bedroht fühlt!

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Sauberkeit

Katzen sind sehr reinliche Tiere. Die meisten Kätzchen wissen instinktiv, welchen Zweck die Katzentoilette hat, sie müssen nicht erst zur Stubenreinheit   erzogen werden. Wasser- und Fressnäpfe sollten jedoch nicht neben dem Katzenklo aufgestellt werden. Die Katzentoilette muss regelmäßig gesäubert und somit stets sauber gehalten werden. Wird dieser Rat nicht befolgt, so kann es zur Bildung von Steinen (FLUTD  ) oder zur Unsauberkeit   der Katze kommen. In Haushalten, in denen mehr als eine Katze ohne Freigang gehalten wird, kann es notwendig sein, zwei oder mehrere Katzentoiletten aufzustellen.

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Sozialisierung

Katzen die sich beschnuppernSozialisierung bedeutet, dass Ihre Katze mit anderen Lebewesen (mit anderen Katzen, mit Menschen und mit anderen Haustieren, z.B. Hunden) auskommt. Hunde bevorzugen einen stabilen Sozialverband mit feststehender Hierarchie. Katzen sind sehr viel unsozialer, da sie als Einzelgänger und Jäger die Gesellschaft von Artgenossen nicht brauchen und häufig sogar meiden. Sicherlich trägt das Nahrungsangebot entscheidend zum Sozialverhalten von Katzen bei: Herrscht Nahrungsknappheit, verteidigen sie das Jagdrevier vehement gegen Artgenossen; besteht ein reichhaltiges Nahrungsangebot, können Katzen Verbände von 10 bis 50 Tieren bilden.

Junge Kätzchen sind leichter zu sozialisieren (z.B. an den Menschen, an Artgenossen oder an Hunde im Haushalt ), als adulte freilebende Katzen. In vielen Fällen liegen Geselligkeit und Bezug zum Menschen in den Genen der Katzen. Siamkatzen sind im Allgemeinen sehr auf den Menschen fixiert. Das gilt jedoch nicht für jede Siamkatze. Generell kann auf das Verhalten von Katzen in Bezug auf Geselligkeit nicht viel Einfluss genommen werden. Einige Tiere sind einfach geselliger als andere. Kommt eine fremde Katze in einen Katzenhaushalt, kann der Sozialisierungsprozess zwischen 3-12 Wochen dauern. Es ist jedoch auch möglich, dass die neue Katze nicht integrationsfähig ist. Soll eine Katze Freigang erhalten, ist sie dafür bereit, wenn der Impfschutz vollständig vorhanden ist. So kann mit minimalem Infektionsrisiko Kontakt zu anderen Tieren aufgenommen werden. Sie sollten jedoch berücksichtigen, dass eine Entwöhnung fast nicht mehr möglich ist, wenn sich eine Katze erst einmal an den Freigang gewöhnt hat!

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Wachstum

Katze mit JungenSie werden erstaunt sein, wie schnell Ihr Katzenwelpe heranwächst!

Die kleinen Kätzchen kommen mit geschlossenen Augen auf die Welt und verbringen ihre ersten Lebenstage ausschließlich mit Schlafen und Trinken der Muttermilch. Nach etwa 10 Tagen öffnen die Katzenwelpen ihre Augen und beginnen ihre Umwelt wahrzunehmen. Ab der dritten Woche stellen sich die Öhrchen auf, so dass das Kätzchen schon wie eine richtige Katze aussieht. Mit 5-6 Wochen sollten die Kätzchen von der Mutter entwöhnt sein. Sie können jetzt feste Nahrung aufnehmen. Nach dem Absetzen kann die erste Entwurmung erfolgen, so dass die Erstimpfung mit 8 Wochen durchgeführt werden kann. Die kleinen Kätzchen erkunden munter ihre Umgebung und wachsen schnell zu erwachsenen Katzen heran. Die Kastration   kann beim Kater mit 8 Monaten und bei der Katze mit 9 bis 12 Monaten erfolgen.

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Erziehung

Die Erziehung von Katzen ist zwar nicht ganz einfach, aber nicht unmöglich. Am besten beginnen Sie sofort mit der Erziehung, wenn Ihr kleines Kätzchen ins Haus gekommen ist, da kleine Welpen schnell erwachsen werden - und dann wird die Erziehung sehr schwer! In einigen Fällen besteht gar keine Möglichkeit mehr, der Katze beizubringen, was sie darf und was verboten ist.

Sie müssen klare Regeln aufstellen, an die sich alle zu halten haben. Andernfalls müssen entsprechend laute Worte fallen und das Tier wird anschließend ignoriert. Schläge sind verboten!

Katzen und Kinder sind ideale Bettgenossen. Erlauben Sie dies nur, wenn Sie damit einverstanden sind, für den Rest des Lebens Ihrer Katze Ihr Bett mit einem Wollknäuel in jeder Lebenslage zu teilen. Ihre Katze erwartet dann diesen Liebesdienst von Ihnen als Selbstverständlichkeit. Sollten Sie nicht einverstanden sein, mit Ihrer Katze ein Bett zu teilen, stellen Sie einen geeigneten Schlafplatz zur Verfügung. Es muss ja kein Kinderbett sein. Sie müssen dann insistieren, dass das Kätzchen diesen Platz annimmt oder sich einen Geborgenheit-vermittelnden Schlafplatz selbst sucht.

Kommt die Katze in einen Haushalt, in dem bereits andere Haustiere vorhanden sind, müssen Sie sicherstellen, dass die ganze Aufmerksamkeit nicht auf das neue Familienmitglied fällt, sondern eine gleichmäßige Verteilung stattfindet. Ansonsten sind Eifersucht und heftige Auseinandersetzungen vorprogrammiert!

Einige Katzen fordern schon um fünf Uhr morgens ihr Futter. HALT: Sie sind der Chef und bestimmen, wann es Zeit zur Fütterung ist, nicht Ihre Katze! Sie sollten feste Fütterungszeiten einhalten. Katzen sind Gelegenheitsfresser und nehmen normalerweise viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt auf. Wenn Ihre Katze sich nicht selbst das Fressen einteilt, müssen Sie dieses für Ihr Haustier erledigen, indem Sie mehrmals täglich kleine Portionen am Tag füttern. Wenn mehrere Tiere gleichzeitig in einem Haushalt gehalten werden, sollten Sie die Futteraufnahme überwachen, so dass jedes Tier nur seine ihm zugedachte Portion Nahrung aufnimmt und dem Nachbarn nichts klaut. Achten Sie auf das Gewicht Ihrer Katzen, denn Übergewicht   schadet den Tieren und erschwert Ihnen außerdem die Erziehung erheblich.

Sollten Sie mit der Erziehung selbst nicht zurechtkommen, so konsultieren Sie bitte einen Spezialisten, den Sie in unserem Bereich Spezialisten finden können.

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Ernährung

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