Alkohol

Alkohol ist nichts für HaustiereAlkohol ist ein starkes Zellgift, das bei übermäßigem Konsum erhebliche Schäden im ganzen Organismus   anrichten kann. Dies wissen die meisten Tierhalter und vermeiden es, ihre Tiere damit in Kontakt kommen zu lassen.
Man nimmt an, dass Hunde und Katzen auch sehr viel empfindlicher auf Alkohol reagieren als der Mensch. Doch wissenschaftliche Studien könnten andere Werte aufzeigen.

So wird die tödliche Dosis  für den Hund mit 5,5 g / kg KGW angegeben, bei der Katze mit ca. 6,0 g / kg KGW. Im Vergleich dazu kann beim Menschen schon eine Dosis von 3,5 g reinem Alkohol pro Kilo KGW tödlich verlaufen. Dies bedeutet, dass z.B. die Aufnahme von ca. 280 g reinem Alkohol bei einer Person mit einem Körpergewicht von 80 kg, die zuvor keinen Alkoholkonsum gewöhnt ist und diese Menge auf Ex trinkt, zum Tode führen könnte. Diese Menge entspricht in  etwa einer Flasche reinem Wodka. Dass ein Tier freiwillig die doppelte Menge an Alkohol konsumiert, ist eher unwahrscheinlich. Dennoch können beim Tier andere Faktoren, wie beispielsweise Stoffwechselstörungen, Vorerkrankungen oder Beimengungen zum Alkohol, wie z.B. Schokolade (Weinbrandbohnen) oder Eier das toxische   Potential des Alkohols verstärken.

Weinbrandbohnen oder alkoholische Pralinen enthalten den Alkohol verborgen unter einer süßen Schicht, wodurch der stechende Geruch des Alkohols für das Tier verborgen bleibt. Die Süße der Füllung täuscht über den wahren Inhalt hinweg, und das Theobromin   der Schokolade kann die Kreislaufprobleme verstärken. Liköre, wie beispielsweise Sahnewhiskylikör oder Eierlikör, können durchaus das Interesse einer neugierigen Hauskatze wecken. So könnte die Menge an Eierlikör, die ins Cocktailglas auf der Abbildung eingeschenkt wurde, durchaus eine schlanke Hauskatze in Schwierigkeiten bringen. Doch in den meisten Fällen wirkt der stechende Geruch des Alkohols abschreckend auf Katzen, die sehr geruchsorientiert sind.

Symptome  :

Speichelfluss, Würgen und Erbrechen. Dabei kann der Magen aufgebläht werden durch Abschlucken von Luft. Es kommt zur Schwäche und zum Torkeln, verbunden mit erhöhter Herzfrequenz, dann zum Kollaps mit Blutdruckabfall und Untertemperatur und schließlich Koma.

Therapie  :

Erste Hilfe: Bei leichten Symptomen das Tier warmhalten und beobachten. Überwachen, damit keine Verletzungen auftreten.
Bei schwerer Symptomatik zügig eine Tierklinik   aufsuchen!

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