Giftige Lebensmittel - rohe Eier

HünereierIn Internet-Foren wird immer wieder empfohlen, zwei- bis dreimal die Woche rohe Eier an Hunde und Katzen zu verfüttern. Der Lohn für diese Zufütterung soll dann ein prächtiges und glänzendes, vor Gesundheit strotzendes Haarkleid sein, und der Tierhalter hofft, sich  beim Kuscheln mit seinem Liebling an einem geschmeidigen, samtweichen Fell erfreuen zu können.

Die andere Seite der Medaille ist:

  1. Das Eiklar oder rohes Eiweiß enthält den Eiweißstoff Avidin, der ein starker Biotin-Binder ist. Das Avidin trägt erheblich zur Haltbarkeit der Eier bei, indem es antibakteriell wirkt und so die Umgebung des Hühnerembryos vor bakterieller Zersetzung schützt. 
    Hunde und Katzen benötigen Biotin, das in der Nahrung vorkommt. Es ist auch als Vitamin H bekannt und  gehört zu den B-Vitaminen (Vitamin B7). Als  Koenzym   wirkt es aktiv im Fettstoffwechsel, greift aber auch beim Katabolismus   der essentiellen Aminosäuren  , wie zum Beispiel von Valin und Isoleuzin, als unentbehrliches Koenzym ein. Es spielt des Weiteren eine wichtige Rolle im Zuckerhaushalt, und hier vor allem während der Glukoneogenese  , so dass eine essentielle Bedeutung für den Organismus   unumstritten ist.
    Kommt es nun zu einem Biotin-Mangel, werden nicht nur wichtige Stoffwechselprozesse gestört, sondern auch Nährstoffe können nicht gebildet oder abgebaut werden. Dies resultiert zunächst in einer verschlechterten Struktur des Haarkleides; ein weiter andauernder Mangel kann dann schwere Krankheiten   nach sich ziehen.  Durch Kochen der Eier wird das Avidin inaktiviert, so dass die Bindungseigenschaft von Biotin ausgeschaltet wird.

    Im Eigelb können Salmonellen eingeschlossen sein. Die Salmonellen vermehren sich besonders gut bei einer inadäquaten Lagerung der Eier außerhalb des Kühlschrankes. Dann kommt noch hinzu, dass je älter die Eier sind, desto stärker haben sich die Salmonellen vermehrt. Unter guten Bedingungen kann sich die Anzahl dieser Bakterien   alle 20 Minuten verdoppeln, und manchmal sind auch angeblich frische Eier doch deutlich älter als vom Verkäufer zugegeben.

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  2. Cholesterin und tierische Fette:
    Obwohl das Cholesterin ein wichtiger Bestandteil der Zellmembran  , der Nervenzellen und der Hormone ist, macht dennoch die Dosis das Gift  . Ein oder zwei Eidotter können proportional zum Größenverhältnis einer Katze oder eines kleinen Hundes ein Überangebot an Fett darstellen. Der Abbau erfordert einen erheblichen Aufwand für den Organismus, so dass Stoffwechselstörungen nicht auszuschließen sind.
  3. Eierschalen:
    Gemahlene Eierschalen können eine gute Kalziumquelle für Hunde und Katzen darstellen. Häufig ist aber die Oberfläche der Eierschale durch Kot oder Erdreste verschmutzt. Hier können Salmonellen, Kolibakterien   (coliforme Keime), EHEC, multiresistente Enterokokken, Clostridien  , Listerien und Yersinien eine Gefahr für das Haustier wie auch den Menschen bilden, vor allem für all diejenigen, bei denen das Abwehrsystem eine eingeschränkte Funktionsweise aufweist.
  4. Eierschalen:
    Gemahlene Eierschalen können eine gute Kalziumquelle für Hunde und Katzen darstellen. Häufig ist aber die Oberfläche der Eierschale durch Kot oder Erdreste verschmutzt. Hier können Salmonellen, Kolibakterien (coliforme Keime), EHEC, multiresistente Enterokokken, Clostridien, Listerien und Yersinien eine Gefahr für das Haustier wie auch den Menschen bilden, vor allem für all diejenigen, bei denen das Abwehrsystem eine eingeschränkte Funktionsweise aufweist.

Soll ein Ei roh verfüttert werden, ist entscheidend,  dass es frisch ist!
Auch für die Verwendung in der Küche, wo rohe Einer für eine Speise wie beispielsweise eine Crème Bavaroise oder ein Mousse au Chocolat , zum Einsatz kommen, ist auf höchste Qualität und Frische zu achten.

Wie kann nun der Laie feststellen, ob ein Ei wirklich frisch oder schon älter ist? Leider wird bei der Frische der Eier häufig geschummelt, in einigen Fällen sind sie laut Auszeichnung so frisch, dass sie eigentlich noch gar nicht gelegt wurden.

  1. Frischetest im Laden: Das Ei wird zwischen zwei Fingern gehalten und sehr kräftig geschüttelt. Bei älteren Eiern mit einer größeren Luftblase löst sich das Eiweiß von der Schale, was man deutlich spüren kann. Dieses Ei ist dann nicht mehr so frisch.

  2. Das Ei in ein Glas Wasser legen.  Sinkt das Ei zu Boden, ist es frisch, schwimmt es, ist es alt. Das ganz frische Ei kann nicht so gut von einem mittelalten unterschieden werden.

  3. Die zuverlässigste Methode ist es, ein Ei auf einem weißen, flachen Teller aufzuschlagen. Die Luftblase sollte extrem klein sein. Der flüssige Teil des Eiweiß fließt über den Teller aus, der gallertartige Teil hält das Eigelb fest in dessen Mitte. Durch das Altern des Eis geht Wasser verloren und die Luftkammer dehnt sich aus. Der gallertartige Eiweißbereich im Eiklar verliert Struktur und Dichte. Je stärker das Ei altert, desto größer wird die Luftkammer, und der gallartige Anteil des Eiweiß verflüssigt sich. So kann schließlich das Eigelb nicht mehr fixiert werden und rutscht ohne Halt in einer klaren Flüssigkeit hin und her.
aufgeschlagenes Ei aufgeschlagenes Ei aufgeschlagenes Ei
Dieses Ei ist vier Wochen alt, Das Dotter ist im Gallertkern zum Rand gedriftet. Es ist nicht frisch für den Konsum. Die Luftblase bei diesem Ei hat ca. 1/3 der Schale eingenommen. Es ist acht Wochen alt. Bei diesem Ei hat sich der Gallertkern verflüssigt, der Dotter schwimmt in einer flüssigen Lache des Eiweiß. Es ist acht Wochen alt!

 

Anabolismus  :

gr. anabolismós , lat. -us = Aufwurf oder Aufbau von Stoffen ist ein Teil des Metabolismus  .
Anteil des Stoffwechsels, bei dem z.B. aus Eiweiß-Bausteinen (Aminosäuren) ein vom Organismus benötigtes Eiweiß geschaffen wird.

Katabolismus:

gr. Katabolismós , lat. -us = Niederlegung oder Kräfteverfall, bei dem der Abbau von Stoffen stattfindet. Er ist ein Teil des Metabolismus.
Anteil des Stoffwechsels, bei dem z.B. nicht benötigte oder giftige Moleküle  aus dem Organismus entfernt werden.

Metabolismus:

gr. metabolismós , lat. -us = Umwurf oder Stoffwechsel  
Chemische Prozesse in einem Lebewesen, bei dem die aufgenommenen Nährstoffe durch Umwandlung in für den Organismus nützliche Stoffe umgewandelt werden. Sie dienen dem Aufbau der Körperstrukturen und der Gewinnung von Energie. In die Prozesse werden Enzyme   und Koenzyme eingebunden.

Koenzym:

Ein Stoff, wie beispielsweise ein Vitamin oder Spurenelement, das für Stoffwechselreaktionen in einem Organismus notwendig ist. Koenzyme aktivieren Enzyme oder nehmen aktiv an chemischen Reaktionen im Stoffwechsel eines Lebewesens teil. Dabei übertragen sie in einer chemischen Reaktion Atome oder Verbindungen miteinander, was ohne die Gegenwart dieser Koenzyme nicht möglich wäre.

Glukoneogenese

Bei der Glukoneogenese handelt es sich um einen Pfad des Stoffwechsels, in dem Glukose aus komplexen Zuckern,  z.B. Glykogen synthetisiert wird. Ein weiterer Pfad verfolgt die Aufspaltung von Fettsäuren, oder es können glykogene Aminosäuren in Glukose gespalten werden z.B. Alanin, Arginin, Asparagin, Asparaginsäure, Cystein, Glutamin, Glutaminsäure, Glycin, Histidin, Methionin, Prolin, Serin, Threonin und Valin.

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