Roher Teig

Roher KuchenteigBesonders roher Hefeteig, der lebende Hefepilze   enthält, kann zu Problemen führen. Während des Gärprozesses werden durch die Hefepilze aus Stärke (Mehl) und Zucker Kohlendioxid und Alkohol gebildet. Die warme und feuchte Umgebung des Magens bildet hier ein ideales Milieu für den Gärprozess. Die aufgehende Teigmasse dehnt die Magenwand aus und kann sie überdehnen. Dabei wird durch die zähe Masse das Erbrechen sehr erschwert. Die sich schnell ausdehnende Masse drückt auf das Zwergfell und erschwert die Atmung. Da sich die Hefepilze schnell vermehren, werden erhebliche Mengen an Kohlendioxid und Alkohol produziert, die durch die Magenwand in den Blutkreislauf gelangen.

Hunde und Katzen zeigen nach der Aufnahme von rohem Hefeteig einen aufgetriebenen Bauchraum   und Anzeichen einer Alkoholvergiftung, die sich z. B. durch Koordinationsstörungen im Bewegungsablauf, Desorientierung und Versuche zu erbrechen äußert. Im Extremfall können betroffene Tiere durch die Alkoholvergiftung und Behinderung der Atmung ins Koma fallen und schließlich versterben.

Eine Behandlung   und Überwachung von Tieren, die eine entsprechende Symptomatik zeigen, muss durch einen erfahrenen Tierarzt   in einer Tierklinik   erfolgen. Erste-Hilfe-Maßnahmen sind durch den Tierhalter kaum möglich. Eventuell kann durch Flüssigkeitszufuhr (Wassergabe) das Erbrechen begünstigt werden.

Roher KuchenteigDer gärender Teigansatz bildet durch den Fermentationsprozess Alkohol. Durch das sich bildende Kohlendioxid gelangt der Alkohol besonders schnell in den Blutkreislauf des Tieres nach den Fressen. Dieser Prozess ähnelt dem Konsum von Sekt, wobei durch die Kohlensäurebläschen die Aufnahme des Alkohols über die Magenwand begünstigt wird und der Proband schneller betrunken wird.

 

Der fertige Teig, der noch gehen muss, wird besonders gern angefressen. Durch die Aktivität der Hefe geht der Teig im Magen des Tieres auf und kann die Magenwand überdehnen und die Atmung beeinträchtigen.

 

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