Rosinen

Hund und RosinenRosinen sind ein köstlicher und gesunder Snack für uns Menschen. Für Hunde und Katzen stellen sie jedoch eine große Gefahr dar, da sie nach dem Verzehr dieses Lebensmittels an Nierenversagen sterben können.

Nicht nur die getrocknete Frucht kann derartige verheerende Folgen  haben, sondern auch die frischen Traubenfrüchte sollten als Snack für Hunde und Katzen gemieden werden. Bei Hunden muss jedoch eine gewisse Prädisposition vorhanden sein, damit sie eine Sensibilität gegenüber dem Gift   der Traube entwickeln, was bedeutet, dass nicht alle Tiere betroffen sein müssen. Da der genaue Mechanismus jedoch nicht bekannt ist, kann auch keine Mutmaßung über Rassen oder prädisponierende Faktoren getroffen werden.

Ist der Vergiftungsmechanismus einmal in Gang gesetzt, können die ersten  Vergiftungserscheinungen innerhalb von wenigen Stunden bis spätestens 24 Stunden nach Aufnahme der Früchte beobachtet werden. 

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Symptome  :

Zunächst treten bei dem Tier Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall auf. Im Anschluss folgt eine Erhöhung des Harnstoffs und Kreatinwertes im Blut. Durch Schädigung der Nierentubuli kommt es zu einer Retention von Kalzium und Phosphat, die nun nicht mehr ausgeschieden werden können. Da die Nieren das Blut konzentrieren, um überflüssige Salze aus dem Kreislauf zu entfernen, steigt jetzt die Salzkonzentration in dem betroffenen Organismus   kontinuierlich an, was die Nierentubuli immer stärker schädigt. Sehr hohe Phosphatkonzentrationen wirken besonders schädlich auf das Nierengewebe ein, bis es schließlich zum Nierenversagen kommt.

Da Katzen sehr wählerisch bei der Nahrungsaufnahme sind,  ist die Wahrscheinlichkeit für die Aufnahme von Trauben hier eher als gering einzuschätzen. Dennoch ist bei Katzen eine deutlich geringere Dosis erforderlich, da ihre Nieren sehr viel empfindlicher sind.

Hunde fressen Weintrauben besonders gern, jedoch kann niemand im Vorfeld sagen, ob es zum gefährlichen Nierenversagen kommen wird, da der Wirkmechanismus bisher nicht ausreichend untersucht und verstanden wird.

Als Richtwert kann die Aufnahme von 10 g Weintrauben oder 2,6 g Rosinen pro kg Körpergewicht als giftig eingestuft werden.

Therapie  :

Es muss so schnell wie möglich behandelt werden. Zunächst sollte Erbrechen und die Gabe von Kohle-Compretten durchgeführt werden. Die offensichtlichen Symptome treten leider erst spät auf, und erst dann kann in einer Tierklinik   behandelt werden. Die Prognose   ist aber leider sehr vorsichtig zu stellen.

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