Schnittlauch (Allium schoenoptasum) und Bärlauch (Allium ursinum)

SchnittlauchWürzpflanzen, wie Schnittlauch und Bärlauch, stehen in Küchen oft als Grünpflanzen in kleinen Blumentöpfen zum Würzen von Speisen bereit. Besonders Katzen, die mit Leichtigkeit auf einen Tisch springen, können diese mit Katzengras verwechseln und an diesen Pflanzen nagen. Durch die Aufnahme der Pflanze kann dann zunächst eine Reizung der Magenschleimhaut ausgelöst werden durch Freisetzung des S-Methylcystein-Sulfoxids unter Zerstörung des Pflanzengewebes. Im Verdauungstrakt entstehen nun Propyl-Disulfid, Allyl- Propyl-Disulfid und andere Stoffe, die eine Destabilisierung der Zellmembran   der roten Blutkörperchen auslösen. Hierbei kommt es zum Riss der Hülle, und das Blutkörperchen verliert das Hämoglobin. Der defekte Erythrozyt   wird dann vom Körper abgebaut, und es kommt zu einer Anämie  .  Diese kann  je nach der Menge des aufgenommenen Lauches von leicht bis tödlich ausfallen. Im Internet wird behauptet, dass sich nach Entfernung der Pflanzen  schnell eine Erholung einstellt, was jedoch bei schweren Fällen nicht richtig ist, da  der Organismus   120 Tage benötigt, um das Blut neu zu bilden. Es können des Weiteren Schädigungen am Knochenmark auftreten, die eine Regeneration erheblich verlangsamen oder gar unmöglich machen.

Tödliche Dosis: 15 – 30 g / kg Körpergewicht.
(Dies kann je nach Verfassung und organischer Gesundheit des Tieres erheblich variieren).

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