Schokolade

Ein hoher Gehalt an Kohlenhydraten ist bekannt für die Unterstützung  von entzündlichen Prozessen im Organismus   von Hunden und Katzen. Schokolade besteht zum größten Teil aus Kohlenhydraten und Fett. Doch ein anderer Wirkstoff, der in geringen Mengen vorkommt, stellt das eigentliche Problem beim Schokoladenkonsum von Hunden und Katzen dar: Theobromin  .

Theobromin liegt als Giftstoff  in Schokolade vor. Hierbei ist die Zubereitungsform der Schokolade entscheidend. So enthält getrocknetes Kakaopulver 28,5 mg Theobromin/g, während weiße Schokolade nur 0,009 mg Theobromin/g enthält. Hieraus resultiert, dass Schokolade nicht gleich Schokolade ist und die gefressene Menge des Schokoladentyps entscheidend ist.

Somit macht die Dosis das Gift  !

Im Internet werden vielfältige Meinungen vertreten bezüglich der Giftigkeit von Schokolade. Wir wollen hier nun an Hand eines Beispiels die Problematik erläutern:
In unserer Klinik   werden am häufigsten Patienten im Notdienst   vorgestellt, die Vollmilchschokolade gefressen haben. Somit ist diese Sorte wohl der Favorit. Vollmilchschokolade enthält 2,1 mg Theobromin/g, das heißt, eine 100 g Tafel enthält 212 mg Theobromin, die von dem Tier aufgenommen werden könnten. Die Bioverfügbarkeit von Theobromin bei Hund und Katze liegt bei etwa 75 % zwei bis vier Stunden nach Aufnahme der Schokolade. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich also dann etwa 160 mg Theobromin in der Blutbahn eines 10 Kilo schweren Hundes. Jedoch erst ab einer Dosis von 500 bis 1.000 mg / kg KGW Es ist jedoch zu beachten, dass bei Hunden, die herzkrank sind oder einen schwachen Kreislauf haben, bereits eine deutlich niedrige Theobromin-Dosis zu Herzrasen, Unruhe und Keuchen führen kann. Bei diesen Symptomen sollte auf jeden Fall ein Nottierarzt aufgesucht werden. Damit Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit auftreten, ist also schon eine recht hohe Dosis erforderlich.

Sollte der Hund oder die Katze dennoch eine größere Menge Schokolade gefressen haben, kann als Erste-Hilfe-Maßnahme das Erbrechen durch die Eingabe einer 2 bis 3-prozentigen Wasserstoffsuperoxid-Lösung eingeleitet werden. Dies muss innerhalb der ersten zwei Stunden erfolgen. Alternativ kann der Tierarzt   eine Spritze verabreichen, um den Brechreiz auszulösen.

Bei unklarer Symptomatik des Tieres sollte immer der Tierarzt konsultiert werden!

 

 

 

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