Sterilisation

Die Instrumente liegen offen oder in einer Blechdose geschützt vor VerschmutzungInstrumente und OP-Wäsche sind sicher verpackt.



Der Heißluftsterilisator in der Tierarztpraxis kann nur unverpackte Gegenstände sterilisieren. Oft liegen die Instrumente auf den Einlegeböden und werden bei Bedarf für die Operation entnommen. Durch das Öffnen und Schließen der Tür werden Staubpartikel aufgewirbelt oder angesaugt, und mit ihnen landen Bakterien   auf den sterilen Instrumenten. Hierdurch wird das Instrumentarium verunreinigt. Zum Sterilisieren wird der Ofen einfach wieder auf 180°Celsius eingestellt, und schon ist nach dem Erkalten das Instrumentarium einsatzbereit.  

In Tierkliniken kommen häufig Dampfsterilisatoren, die auch als Autoklaven bezeichnet werden, zum Einsatz. Zur Sterilisation   werden die Instrumente in spezielle Behälter verpackt und können im sterilisierten Zustand keimfrei gelagert werden. Der Autoklav muss regelmäßig gereinigt und gewartet werden. Nur demineralisiertes Wasser darf zur Dampferzeugung benutzt werden. Ein eigenes Kühlsystem sorgt für die schnelle Bereitstellung der Instrumente. Zur Sterilisation werden mehrere Zyklen eines Vakuums (Unterdruck) und eines Dampfdrucks von 1 bis 2 Bar eingesetzt. Hierdurch wird garantiert, dass der 121° bis 134°C heiße Dampf bis in die letzten Winkel der Sterilguts vordringen kann. Auch OP-Wäsche, einige Gummiwaren und in spezielle Folien eingeschweißte Instrumente können im Autoklav keimfrei gemacht werden. Für die Dampfsterilisation müssen die Instrumente aufwendig aufbereitet werden, damit die Bildung von Flugrost vermieden wird. All diese Prozesse machen die Dampfsterilisation deutlich aufwendiger gegenüber der Heißluftsterilisation. 

 

Instrumente wurden sicher in speziellen Sterilcontainern verpackt zur Lagerung


 

Die im Autoklav sterilisierten Instrumente können dann sicher in speziellen Sterilcontainern bis zu ihrem Einsatz gelagert werden. Kontrollstreifen zeigen den Sterilitätszustand an, Plomben schützen vor dem versehentlichen Öffnen der Container. Leider sind diese Container recht teuer (zwischen € 300 und € 1.500 je nach Größe und Ausführung). Auch diese Instrumentenboxen müssen gewartet werden, nicht nur durch die gründliche Reinigung und den Einsatz von speziellen Pflegemitteln, sondern auch durch die Überprüfung und gegebenenfalls die Erneuerung der Sterilfilter im Deckel und Boden. Dies macht das Instrumenten-Management deutlich teuer, verursacht durch den Materialeinsatz und den personellen Aufwand zur Aufarbeitung des Sterilguts. Der offensichtliche Vorteil dagegen ist jedoch, dass „die Werkzeuge für den Chirurgen“ allzeit bereit für den Einsatz am Patienten warten und auch bei Notoperationen sofort zur Verfügung stehen mit größtmöglicher Sicherheit an Sterilität!.

 

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