Airedale Terrier

Der Airedale Terrier PortraitDer Airedale Terrier wird auch oft als „König der Terrier“ bezeichnet, weil er lange Zeit der größte Terrier dieser Rasse war, bevor der erst Mitte des 20. Jahrhunderts gezüchtete russische Schwarze Terrier ihn überholte.

Bereits seit vielen Jahren steht der Airedale Terrier in der Bestseller-Liste des Verbands für deutsches Hundewesen (VDH), wo er sich zurzeit an der 23. Stelle der Beliebtheitsskala für Rassehunde in Deutschland befindet. Er zählt zu den von der FCI (Fédération Cynologique internationale – der Weltorganisation der Kynologie) anerkannten Hunderassen und wird dort unter dem FCI-Standard Nr. 7, Gruppe 3: Terrier, Sektion 1: Hochläufige Terrier geführt.

Herkunft:

Der Ursprung des Airedale Terrier liegt in Großbritannien in der Grafschaft Yorkshire, wo er im Tal (engl.: dale) des Flüsschens Aire beheimatet war. Seine Vorfahren waren dort unter den unterschiedlichsten Namen bekannt, wie „Brokenhaired oder Rough-haired Terrier“, „Waterside Terrier“ oder „Bingley Terrier“ nach der dortigen Stadt Bingley. Es waren Hunde unterschiedlichster Größe, Färbung und Erscheinung, jedoch alle mit einem dichten und zottigem, wetterfesten Fell. Welche Hunderassen sich in diesem Hund wiederfinden, ist nicht mehr genau zu beweisen, es wird jedoch angenommen, dass die damaligen Landterrier gekreuzt wurden mit Otterhunden, Schäferhunden, dem Gordon Settterhund und dem Welsh Terrier. Dieser Hundetyp erwies sich als äußerst vielseitig und war geeignet zur Jagd auf Haar- und Wasserwild, er konnte apportieren, stöbern, hetzen, tauchen und fangen, aber er war auch ein wachsamer Hund für den Bauern, um das Vieh zu treiben und zu schützen. Im Jahre 1864 tauchten die ersten Broken- und Rough-haired Terrier auf Ausstellungen auf, die dann ab 1879 als Waterside oder Bingley Terrier geführt wurden. Die ersten Standards wurden 1979 aufgestellt und die Rasse unter dem Namen „Airedale Terrier“ab 1883 ausgestellt. Züchter fingen an, sich für diesen neuen Hundetyp zu interessieren und zu züchten, und die Hunde wurde zunehmend beliebter und ihr Aussehen langsam immer einheitlicher. 1893 kamen die ersten Airedale Terrier auch nach Deutschland, und man entdeckte auch hier ihre vorzügliche Eignung als vielseitigen Gebrauchshund, weshalb sie bereits vor dem Ersten Weltkrieg bei der Polizei und später auch beim Militär als Melde- und Sanitätshund eingesetzt wurden. Der erste Terrier-Klub in Deutschland wurde 1984 gegründet, und der Siegeszug des Airedale Terriers begann.
Im Jahre 2011 wurden 890 Airedale Terrier-Welpen beim VDH registriert.

Airedale Terrier


Aussehen:

Der Airedale Terrier ist ein robuster, kompakter und muskulöser Hund. Die Widerristhöhe eines Rüden liegt bei 58 – 61 cm, die der Hündin bei 56 – 59 cm bei einem Gewicht von 22 bis 30 kg. Er hat einen gut proportionierten Kopf mit langem und flachen Schädel, kaum erkennbaren Stop und flachen Backen. Seine Kiefer sind tief und stark mit kräftigen Zähnen. Die Augen sind klein, dunkel und wachsam, die Ohren klein, V-förmig und nicht zu hoch angesetzt, der Nasenschwamm ist schwarz. Er hat einen mäßig langen Hals und einen kurzen, geraden und kräftigen Rücken, eine tiefe Brust mit gut gewölbten Rippen. Die Rute ist stark und hoch angesetzt, wurde früher kupiert. Die Vorderläufe sind gerade mit kleinen, runden Vorderpfoten und gut gepolsterten Ballen, die Oberschenkel lang und kräftig.
Das Haar des Airedale Terriers ist wasserabweisend, dicht und drahtig, darf jedoch nicht struppig sein. Es liegt flach an und hat hartes, drahtiges Deckhaar mit weicherer und kürzerer Unterwolle. Die Körperpartien sind lohfarben mit Ausnahme der schwarzen oder grauen Färbung am Sattel, Nacken und der Oberseite der Rute.

Wesen:

Airedale TerrierDer Airedale Terrier ist ein großer, intelligenter, freundlicher und lebhafter Hund. Er ist offen und mutig, fröhlich, immer wachsam und furchtlos, jedoch nicht aggressiv. Er ist sehr lernfreudig, voller Energie und braucht viel Bewegung. Sein Schutztrieb und auch sein Territorialbewusstsein sind  ausgeprägt, und auch der Jagdtrieb sollte rechtzeitig durch eine gute Erziehung und sinnvolle Beschäftigung unter Kontrolle gebracht werden. Da er als Jagdhund sehr unabhängig ist, kann man durchaus eine gewisse Portion Eigensinn bei ihm finden, der mit konsequenter, liebevoller Erziehung begegnet werden sollte. Er ist menschenorientiert und geht liebevoll mit seiner Familie um, ist Fremden gegenüber aber eher zurückhaltend.

Verwendung:

Der Airedale Terrier findet nach wie vor als Jagdhund Verwendung, ist aber auch als Diensthund bei Polizei und Zoll zu finden sowie als Schutz- und Rettungshund. Außerdem ist er durch sein freundliches Wesen ein wunderbarer Familienhund, der jedoch viel Auslauf und Beschäftigung benötigt. Er ist ein idealer Partner für die sportliche Familie und ist dankbar für jede Art von Bewegung, sei es als Begleiter beim Jogging, Radfahren, aber auch jede Art von Hundesport ,wie Obedience (Gehorsamkeitstraining), Agility und Schutzhundesport sind ideal für ihn. Er ist ein großer Hund, der Platz braucht und nicht gerade für die kleine Wohnung geeignet ist.

Pflege:

Der Airedale Terrier ist ein rauhaariger Terrier, der keinen natürlichen Haarwechsel hat wie andere Hunderassen. Das abgestorbene Haar fällt nicht aus, sondern muss ca. alle 3 - 4 Monate durch Trimmen entfernt werden. Außerdem sollte er regelmäßig gebürstet werden.

Rassetypische Erkrankungen:

Der Airedale gilt als eine sehr robuste Rasse. Trotzdem kann bei ihm, wie bei allen anderen großen Hunderassen, die Hüftgelenksdysplasie   auftreten. Andere Auffälligkeiten, die bei dieser Rasse bekannt sind, sind eine Neigung zu Dermatitis und Netzhauterkrankungen sowie zur Magendrehung.
Die Lebenserwartung dieses imposanten Hundes liegt bei ca. 12 Jahren.

Ein gut erzogener Hund wird nicht drauf bestehen,
dass du die Mahlzeit mit ihm teilst,
er sorgt lediglich dafür,
dass dein Gewissen so schlecht ist,
dass sie dir nicht mehr schmeckt.
Helen Thomson

 

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