Foxterrier

 Foto FoxterrierDer berühmteste Foxterrier, der einen weltweiten Bekanntheitsgrad erreichte, war „Nipper“, ein Hund, der Ende des 19. Jahrhunderts lebte und als Wahrzeichen einer bekannten Schallplattenmarke mit dem Logo „His Master‘s Voice“ konzentriert in einen Grammophontrichter hineinzulauschen schien und damit.Einzug in viele Tausende von musikbegeisterten Haushalten hielt.

Bereits seit vielen Jahren steht der Foxterrier laut der jährlichen Statistik des Verbands für deutsches Hundewesen (VDH) in den Top 100 der Beliebtheitsskala für Rassehunde in Deutschland (46. Stelle Drahthaar und 52. Stelle Glatthaar). Er zählt zu den von der FCI (Fédération Cyologique internationale –der Weltorganisation der Kynologie) anerkannten Hunderassen und wird dort unter dem Standard, Gruppe 3, Terrier, Sektion 1 Hochläufige Terrier, Standards Nr. 12 (Glatthaar) und Nr. 169 (Drahthaar) geführt.

Herkunft:

Berichte über terrierähnliche Hunde, die zur Fuchsjagd eingesetzt wurden, findet man in der Literatur bereits seit dem 14. Jahrhundert, doch weisen diese Hunde nur eine entfernte Ähnlichkeit mit dem heutigen Foxterrier auf. Sie wurden als krummbeinig oder geradläufig beschrieben, rauh- oder glatthaarig, meistens black und tan, aber auch weiß gescheckt, manche hatten Stehohren, andere Hängeohren. Es war also eine bunt gemischte Gesellschaft, die nur eines gemeinsam hatte: sie musste zur Fuchsjagd geeignet sein. Der Name Terrier wurde damals offensichtlich für alle kleinen Hunde benutzt, die für die Jagd unter der Erde und für die Rattenvertilgung und Mäusejagd eingesetzt wurden. Nach und nach entstand eine Vorliebe für weiße oder weiß-gescheckte Hunde, da sie leichter zu erkennen waren und sich auch besser in die Jagdmeute einfügten, mit denen sie laufen mussten. Es wird angenommen, dass Beagles und Bullterrier eingekreuzt wurden, um die Dreifarbigkeit (vomBeagle) und den Mut (vom Bullterrier) in dem Foxterrier zu vereinen. Die alten Jäger bevorzugten die rauhhaarige Terriervariante, jedoch existierten wohl beide Haararten parallel zueinander und wurden auch untereinander gekreuzt. Aus dem Beginn des 19. Jahrhunderts gibt es bereits englische Abbildungen von Terriern, die eine deutliche Ähnlichkeit mit dem heutigen Foxterrier haben, und Anfang des 19. Jahrhunderts begann dann auch die Reinzucht.

Foto Foxterrier


 Der eigentliche Durchbruch dieser Rasse erfolgt dann 1862 auf einer Hundeausstellung in Birmingham mit 24 gemeldeten Rüden, von denen dann einer auch den ersten Preis errang. Es dauerte einige Zeit, bis der Rauhhaarterrier sich auf Ausstellungen durchsetzte, jedoch lief er dann der Glatthaar-Ausgabe sehr schnell den Rang ab. Die Nachfrage nach dieser neuen Rasse und die Preise für diese Hunde stiegen rasant an.1873 erkannte auch der Kennel Club den Fox Terrier als eigene Rasse an. Heute werden vom englischen Kennel Club und dem FCI die zwei Rassen, Drahthaar und Glatthaar, gesondert geführt. Ende des 19. Jahrhunderts gelangte diese Rasse dann auch nach Deutschland, wo sie sich zeitweise zu einem Modehund entwickelte. Ab 1936 kam es dann zu einem starken Rückgang mit sehr niedrigen Eintragungen, jedoch erholte sich die Zucht nach 1948 wieder und hält sich jetzt für beide Arten auf niedrigem Niveau verhältnismäßig konstant.

Im Jahre 2012 wurden beim VDH 347 Drahthaar-Foxterrier und 379 Glatthaarfoxterrier registriert.

Aussehen:

Foto: FoxterrierDie Unterschiede zwischen den beiden Terriervarianten beziehen sich hauptsächlich auf das Haarkleid, worauf noch gesondert eingegangen wird. Der Knochenbau und die Farben sind fast identisch mit nur kleinen Abweichungen.

Der Foxterrier ist ein kleiner, kräftiger und kompakter Hund mit einer Widerristhöhe von 36 -39,5 cm und einem Gewicht von ca. 8 kg. Er soll laut Standard „wie ein gut gebautes Jagdpferd sein mit kurzem Rücken“. Sein Kopf ist rundlich mit spitzer Schnauze, die Augen mäßig groß, rund und dunkel, die Nase schwarz, der Kiefer kräftig mit einem regelmäßigen Scherengebiss. Seine Ohren sind klein, V-förmig, nach vorne gefaltet und liegen eng an. Er hat einen muskulösen Hals und eine starkknochige Vorhand, die Hinterhand ist muskulös und kräftig, seine Pfoten rund und wohl proportioniert. Der Rücken des Foxterriers ist gerade, kurz und kräftig mit einer hoch angesetzten geraden Rute, die stehend getragen wird. Er hat eine tiefe Brust mit mäßig gewölbten vorderen Rippen und eine muskulöse, leicht gewölbte Lendenpartie. Vorder- und Hinterläufe werden parallel zueinander in Bewegungsrichtung geführt.
Der Glatthaar-Foxterrier hat ein dichtes, glattes und flach anliegendes Haarkleid, wobei weder Bauch noch Schenkelinnenseite kahl sein dürfen. Die vorherrschende Haarfarbe ist entweder vorwiegend oder einfarbig weiß mit rotrauner oder schwarzer Scheckung.

Das Haar des Drahthaar-Terriers ist dicht mit drahtiger Textur, ca. 2 cm an den Schultern bis 4 cm am Widerrist. Die Unterwolle an Rippen, Vor- und Hinterhand ist kurz und weich, das Haar an Rücken, Vor- und Hinterhand härter als an den Seiten. An den Kiefern ist das Haar kraus und länger, an den Läufen dicht und kraus. Die überwiegende Haarfarbe ist Weiß mit schwarzen, schwarz und lohfarbenen und lohfarbenen Abzeichen.

Wesen und Verwendung:

Foxterrier sind kleine, intelligente, sehr lebhafte und freundliche Hunde. Sie sind wachsam und furchtlos und besonders beliebt wegen ihres ausgeprägten Spieltriebs. Ihr Jagd und Buddeltrieb sollte durch regelmäßige Beschäftigung, Sport und Spielen unter Kontrolle gehalten werden. Ihr Bewegungsdrang ist hoch und sie benötigen ausreichenden Auslauf sowie eine konsequente und liebevolle Erziehung, um den viel gerühmten Terrierdickkopf nicht ausufern zu lassen. Sie sind bei entsprechender körperlicher und geistiger Beschäftigung ideale Familienhunde  , anhänglich, temperamentvoll und immer gut gelaunt, aber auch verschmust und sensibel. Sie sind  auch nach wie vor ausgezeichnete Jagdgehilfen, begleiten ihren Menschen aber auch begeistert beim Radfahren, Joggen oder Reiten oder beim Hundesport.

Pflege:

Das Fell des Drahthaarterriers sollte ca. 2 Mal im Jahr getrimmt werden, da es nicht von alleine ausfällt.

Rassetypische Erkrankungen:

Der Foxterrier gilt als gesundheitlich sehr robuste Rasse. Bekannte Dispositionen sind bei ihm die Harnleiterektopie, eine Fehlbildung der Harnleiter, sowie neurologische Erkrankungen, wie Ataxie und Myelopathie.

Die Lebenserwarten dieses temperamentvollen Hundes liegt bei 12 – 14 Jahren.

Macht nicht den Fehler
und behandelt eure Hunde wie Menschen,
sonst behandeln sie euch wie Hunde.
(Martha Scott)

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