Golden Retriever

Golden Retriever Das englische Wort „retrieve“ bedeutet soviel wie „auffinden, herbringen“ oder auf Hunde bezogen „apportieren“, und genau diese Eigenschaft ist es, die neben dem Labrador Retriever auch dem Golden Retriever seinen Namen gegeben hat, das Auffinden und Apportieren   des geschossenen Wildes, vor allem des Flugwildes, eine Tätigkeit, für die er gezüchtet wurde und die er auch fabelhaft beherrscht.
Bereits seit vielen Jahren steht der Golden Retriever, laut der jährlichen Statistik des Verbands für deutsches Hundewesen (VDH), an der fünften Stelle der Beliebtheitsskala für Rassehunde in Deutschland. Er zählt zu den von der FCI (Fédération Cynologique internationale –der Weltorganisation der Kynologie) anerkannten Hunderassen und wird dort unter der FCI-Gruppe 8, Sektion 1, Standard Nr. 111, geführt.

Herkunft:

Der Golden Retriever zählt zu den Hunderassen, deren Herkunft man genau nachverfolgen kann, da sie von Anfang an belegt ist. Wie alle Retriever-Arten stammen die Urväter dieser Hunderasse aus Neufundland, wo sie als Arbeitshunde der dortigen Fischer lebten. Im 19. Jahrhundert wurden diese Hunde, deren Erscheinungsbild durchaus unterschiedlich war, auch nach England exportiert. Im Jahre 1864 kreuzte der Lord of Tweedmouth einen gelben, wellhaarigen (wavy coated) Retriever mit einem Tweed Waterspaniel, einer heute nicht mehr existierenden Rasse. Mit den vier gelben Welpen aus dieser Paarung wurde viele Jahre weitergezüchtet und weitere Rassen, wie andere Waterspaniel, Irish Setter und sogar in einer Linie ein gelber Bluthund eingekreuzt, bis das Erscheinungsbild und die Eigenschaften den Vorstellungen der Züchter völlig entsprachen. Im Jahre 1913 wurde dann der Golden Retriever vom englischen Kennel Club als eigene Rasse anerkannt und 1920 der erste Klub für Golden Retriever gegründet, in dem auch die Standards für diese Rasse festgelegt wurden. 1962 wurde der erste Wurf in Deutschland in das Zuchtbuch des VH eingetragen, und diese Rasse setzte ihren Siegeszug nach England und USA jetzt auch in Europa fort, wo sie sich immer noch einer steigenden Beliebtheit erfreut.

Erscheinungsbild:

Golden Retriever Der Golden Retriever ist ein mittelgroßer, kräftiger Hund mit einer Schulterhöhe von 56 – 61 cm und einem Gewicht von 34 – 40 kg beim Rüden und einer Höhe von 51 – 56 cm und einem Gewicht von 30 – 36 kg bei der Hündin. Er hat einen geraden Rücken mit kräftigen Lenden und einem tiefen Brustkopf. Der Kopf ist gut proportioniert mit breitem Schädel, kräftigem Fang, weichem Maul und ausgeprägtem Stop. Die Augen stehen weit auseinander und sind von einem dunklen Braun mit ebenfalls dunklen Lidern. Seine Läufe sind kräftig und haben runde Pfoten. Die Rute ist kräftig und befedert und reicht bis zu den Sprunggelenken.

Das Fell des Golden Retrievers ist mittellang. Es kann glatt oder wellig sein und ist gut befedert mit einer wasserabstoßenden, dichten Unterwolle. Erlaubte Farben sind alle Nuancen von gold oder cremefarben. Einige weiße Haare auf der Brust sind zulässig.

Genauso wie beim Labrador entwickelten sich den letzten Jahren auch beim Golden Retriever zwei etwas unterschiedliche Zuchtlinien: auf der einen Seite der langhaarigere, etwas schwere „Show -Type“ und auf der anderen Seite der etwas leichtere, sportlichere working oder„field trial“-Type, der vor allem in England weit verbreitet ist. Das Erscheinungsbild des in Amerika gezüchteten Golden Retrievers weicht ebenfalls von dem europäischen ab.

Wesen:

Golden Retriever Der Golden Retriever ist ein ausgeglichener, menschenfreundlicher und fröhlicher Hund ohne jede Aggressivität oder Ängstlichkeit, ein freudiger und wetterfester Arbeiter. Er ist ein Jagdhund, der speziell für die Wasser- und Niederwaldjagd gezüchtet wurde, das bedeutet, er braucht Bewegung und ist ein wunderbarer Partner für aktive Menschen, die auch schlechtes Wetter nicht scheuen und ihrem Hund regelmäßig genügend Auslauf und Beschäftigung verschaffen. Er ist sehr familienbezogen und kinderlieb und möchte eigentlich immer „gefallen“, was die Engländer auch als „will to please“ bezeichnen und auch ein ausdrückliches Merkmal seiner Zucht ist. Er liebt das Wasser und ist ein begeisterter und exzellenter Schwimmer. Er apportiert für sein Leben gern, weshalb Dummy-Arbeit für ihn wunderbar geeignet ist, genauso wie Hundesport und Agility. Er eignet sich keinesfalls für Zwingerhaltung, da er ohne Kontakt zu „seiner Familie“ verkümmern würde. Er ist ein idealer Hund auch für Hundeanfänger, die bereit sind, genügend Zeit für ihren tierischen Kameraden aufzubringen.

Verwendung:

Der Golden Retriever ist ein Jagdhund, der aufgrund seiner feinen Nase, seinem weichen Maul und seiner ausgezeichneten Schwimmfähigkeit bestens für das Apportieren von Wild geeignet ist und immer noch in diesem Bereich eingesetzt wird. Aufgrund seines angenehmen Charakters ist er jedoch in der letzten Zeit auch immer mehr zu einem Familienhund geworden. Durch seine hervorragenden Anlagen und seine Intelligenz findet er inzwischen auch verstärkt Verwendung als Gebrauchshund bei Polizei und Zoll, bei der Drogenfahndung sowie auch als Blinden- oder Behindertenhund, als Rettungshund im Gebirge und bei Erdbeben, alles Aufgaben, die er mit Bravour erfüllt. Als Schutzhund wird man ihn allerdings vergeblich suchen, da dies nicht seiner Veranlagung entspricht.

Rassespezifische Erkrankungen:

Der Golden Retriever hat, wie alle größeren Hunde, eine etwas verstärkte Neigung zu einigen vererbbaren Erkrankungen. Hierbei handelt sich vor allem um Hüftgelenksdysplasie   (HD  ) sowie Ellenbogendysplasie  . Eingetragene Zuchthunde unterliegen deshalb einer strengen Kontrolle durch den Verband, wodurch das Risiko deutlich minimiert werden kann. Die Tiermedizin erwähnt ebenfalls die Anfälligkeit für Epilepsie  , die X-Chromosomale Muskeldystrophie und den portosystemischen Shunt. Auch eine angeborene Dysplasie der Netzhaut kann auftreten.

Die Lebenserwartung dieses liebenswerten Hundes beträgt ca. 12 - 14 Jahre.

Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit.
Dafür schenken sie uns restlos alles, was sie zu bieten haben.
Es ist zweifellos das beste Geschäft, was der Mensch je gemacht hat.
Roger Caras

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