Mops

MopsWohl beispiellos in der Geschichte von Mensch und Hund ist es, dass ein Orden nach einem Hund genannt wird. So geschehen ist es jedoch dem Mops, der im Jahre 1840 das Symbol des sogenannten „Mopsorden“ wurde, einer Gesellschaft mit freimaurerischem Inhalt, die von Katholiken unter der Führung des Herzogs von Bayern, Clemens August, gegründet wurde, nachdem der damalige Papst das Freimaurertum verboten hatte.

Bereits seit vielen Jahren steht der Mops in der Bestseller-Liste des Verbands für deutsches Hundewesen (VDH), wo er sich zurzeit an der 31. Stelle der Beliebtheitsskala für Rassehunde in Deutschland befindet. Er zählt zu den von der FCI (Fédération Cynologique internationale – der Weltorganisation der Kynologie) anerkannten englischen Hunderassen und wird dort unter dem FCI-Standard Nr. 253, Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde, Sektion 11: Kleine doggenartige Hunde, geführt.

Herkunft:

MopsÜber die Herkunft des Mopses gibt es, wie bei vielen anderen Hunden, auch hier die unterschiedlichsten Theorien. Als Heimat dieses Hundes wird Holland oder auch Russland erwähnt, jedoch am häufigsten seine mögliche Abstammung aus China, wo bereits in Chroniken aus der Zeit von Konfuzius, d. h. also ca 1700 v.Ch., von mopsähnlichen kleinen Hunden berichtet wird. Auf welchen Wegen dieser kleine Hund dann nach Europa gelangte, ob über die Seidenstraße oder später über den Seeweg von Portugiesen oder Holländern importiert, liegt wieder im Dunkeln. Bewiesen aber ist, dass er bereits seit Anfang des 15. Jahrhunderts in Europa vertreten ist, was durch viele Gemälde, Skulpturen und Abbildungen bewiesen werden kann, übrigens mit deutlich längerer Schnauze als heute. Der Mops war damals kein Hund für den einfachen Mann, sondern lebte an Fürstenhöfen und in Adelshäusern. Im 16. Jahrhundert spielte er dann auch eine entscheidende Rolle in dem italienischen Volkstheater „Commedia dell’Arte“, wo er anstelle von schwer zu beschaffenden Affen mit Zweispitz und Kragen verkleidet Kunststücke vorführen musste. Der Mops genoss damals eine große Beliebtheit, denn es gab zu der Zeit in Europa keinen anderen Hund mit ähnlichem Aussehen, d. h. mit kurzer Schnauze und großen, runden Augen. Da er nicht leicht zu beschaffen war, versuchten sich einige Züchter daran, aus Kreuzungen aus verschiedenen Kleinhunden einen mopsähnlichen Hund zu schaffen, was dann leider im Laufe des 19. Jahrhunderts fast zum Untergang dieses kleinen Hundes führte. Der Mops war dann nicht mehr der Hund des Adels, sondern verkümmerte immer mehr zum vollgefutterten, verfettenden Schoßhund alleinstehender Damen, was auch zu den wenig positiven Karikaturen von Wilhelm Busch führte, in denen der Mops verspottet wird und ihm keine positive Rolle zufällt. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts begannen einige Züchter aus England, sich um die „Wiederbelebung“ der alten Mopsrasse zu bemühen, und es gelang ihnen, durch verschiedene Importe von rein gezüchteten Möpsen aus Österreich, Holland, Peking und St. Petersburg wieder eine Zucht aufzubauen. In Deutschland wurden Möpse auch mit Kurzhaarpinschern oder Bulldoggen gekreuzt, was zu hochbeinigeren Hunden mit etwas längeren Schnauzen führte bzw. Exemplaren mit etwas breiterem Schädel und kürzeren Schnauzen. Im Jahre 1883 wurde der erste „Pug-Dog-Club“ gegründet (pug: englisch für Mops), die ersten Standards aufgestellt, und die Mops-Population und die Nachfrage nach diesem charmanten Hund stieg wieder an.

Im Jahre 2011 wurden beim VDH in Deutschland 693 Mops-Welpen registriert.

Aussehen:

Der Mops ist ein kleiner, muskulöser, gedrungen wirkender Hund mit quadratischem, straffem Körperbau. Seine Widerristhöhe liegt zwischen 31 und 35 cm bei einem Gewicht von 6,3 – 8,1 kg. Sein Kopf ist rund ohne Vertiefung im Schädel und gezeichneten Falten und Nasenschwamm mit weit geöffneten Nasenlöchern. Er hat einen kurzen, quadratischen Fang und einen Kiefer mit geringem Vorbiss, wobei Zähne oder Zunge nicht sichtbar sein sollten. Seine Augen sind groß, rund und dunkel, die Ohren klein, dünn und weich mit den zwei zugelassenen Ohrhaltungen Knopfohr und Rosenohr, wobei Ersteres präferiert wird. Das Kupieren der Ohren, das früher beim Mops üblich war, wurde bereits 1880 vom englischen König Edward VII verboten. Der Hals des Mops ist dick, stark und leicht gebogen, der Körper kurz und gedrungen mit geradem Rücken und breiter Brust. Seine Rute ist hoch angesetzt und wird so eng wie möglich über die Hüfte einfach oder zweifach gerollt getragen. Er hat mittellange, kräftige und gerade Vorderläufe sowie ebenfalls mittellange Hinterläufe mit gut gewinkelten Kniegelenken. Sein Haarkleid ist pflegeleicht, kurz, fein, weich und glänzend in den zugelassenen Farben Silber, Hellfalbfarben, Apricot und Schwarz, die rein sein müssen, um den Farbkontrast von Maske und Aalstrich (dünner, schwarzer Streifen von Kopf bis Rute) zu betonen. Seine klar abgegrenzten Abzeichen, wie Maske, Stirnfleck, Ohren, Naevi (Muttermale) auf den Wangen und Allstrich sollten möglichst schwarz sein.

Mops


Wesen:

Der Mops ist ein intelligenter, ausgeglichener, fröhlicher und lebhafter Hund. Trotz seiner Kompaktheit bewegt er sich gerne und ist sehr verspielt. Er ist anhänglich und mutig, jedoch unaggressiv und verträgt sich gut mit anderen Haustieren und Kindern. Er hängt sehr an seiner Familie und ist verhältnismäßig leicht zu erziehen und dadurch auch für Hundeanfänger geeignet. Er ist ein charmanter Familienhund, ein Clown, der immer gut gelaunt ist. Er frisst gerne und, wenn er kann, auch zu viel und neigt dadurch auch oft zu Übergewicht  , dem durch eine gesunde Ernährung   und genügend Bewegung jedoch problemlos entgegengewirkt werden kann.

Pflege:

Das kurze Haar des Mopses ist äußerst pflegeleicht. Besonderes Augenmerk sollte man jedoch auf die Hautfalten haben, die regelmäßig kontrolliert und gesäubert werden sollten, um Hauptprobleme zu vermeiden.

Rassetypische Erkrankungen:

An und für sich ist der Mops ein robuster Hund. Brachycephale Rassen wie er (Rassen mit rundem Kopf, kurzer Schnauze und leicht hervorstehenden Augen) neigen jedoch zu Problemen der oberen Atemwege durch verengte Nasenlöcher und –höhlen sowie durch verlängerte Gaumensegel. Außerdem kann es häufiger zur Verletzung   und Entzündung   der Hornhaut kommen. Verantwortungsvolle Züchter bemühen sich um Züchtung mit Hunden mit nicht zu kurzen Schnauzen. Weiterhin bekannt ist die „Pug Dog Enzephalitis“, eine für den Mops typische Erkrankung   des zentralen Nervensystems sowie die Patella-Luxation, bei der es zu Knieproblemen kommen kann..

Die Lebenserwartung dieses fröhlichen Hundes liegt bei ca. 12 – 15 Jahren.

Mops


Ein Leben ohne Mops ist möglich
aber sinnlos.
Loriot

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