Besonderheiten beim Mops in Anatomie und Pflege

Mops mit FrisbeeUrsprünglich stammt der Mops aus England, er wurde allerdings zuvor bereits in China gezüchtet. Er zählt zu den vom FCI anerkannten Hunderassen und ist ein Gesellschaftshund, der sich heutzutage zunehmender Beleibtheit erfreut. Für alle, die sich dafür interessieren einen Mops anzuschaffen, sollten sich zunächst rassentypische Merkmale kennenlernen und sich mit den Besonderheiten auseinandersetzen, die ein solcher Hund mit sich bringt.

Beschreibung und Anatomie

Der Mops wiegt laut Rassestandard zwischen 6,3 und 8,1 Kilogramm. Der 2001 gegründete „Mops- und Pekinesen Rassehunde-Verband“ empfiehlt eine Gewicht von 8 bis 11 Kilogramm. Sein Körperbau ist kompakt und gedrungen. Der Kopf ist rund und im Verhältnis zum Körper groß. Die Ohren sind klein und fallen nach vorn, sie bilden ein Knopfohr oder ein Rosenohr. Einige bis vor kurzem gültige Rasseanforderungen wurden im Jahr 2010 vom FCI abgeändert, da es beim Mops zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kam. So gilt heute ein deutlich erkennbarer Fang statt gedrungener kurzer Schnauze und zusammengedrückter Nase wieder als gewünschtes Kriterium. Hervorstehende Augen sowie ausgeprägte Nasenfalten sind inzwischen nicht mehr gewollt, galten jedoch bis vor kurzem als rassetypische äußerliche Merkmale. Aus diesem Grund gibt es auch heute noch sehr viele Hunde, die diese Merkmale aufweisen.


Stehender Mops


Gesundheitliche Aspekte

Beim Mops kommen bestimmte Erkrankungen und gesundheitliche Einschränkungen gehäuft vor. Das liegt, wie erwähnt, vor allem an den bis vor kurzem rassetypischen Merkmalen wie kurzem Fang, eingedrückter Nase und hervorstehenden Augen. Der Mops wird durch diese Anatomie auch zu den brachycephalen Hunderassen gezählt.

Die Atmung

Besonders oft treten bei ihm dadurch Atemwegsprobleme auf. Es kommt hierbei immer mal wieder zu Problemen der oberen Atemwege. Werden diese Hunde beim Tierarzt   vorgestellt, werden in der Regel verengte Nasenlöcher und Nebenhöhlen, Kehlkopfveränderungen sowie vergrößerte Gaumensegel oder verlagerte Rachenmandeln diagnostiziert. Typische Symptome   reichen von Atemgeräuschen und Schnarchen bis hin zu erschwerter Atmung, Erstickungsanfällen und Ohnmacht. Auffallend wird diese Problematik häufig im Sommer und während langer Spaziergänge. Ein guter Jogging- und Sportpartner ist ein Mops daher in jedem Fall nicht. Die Alt-Deutschen Möpse oder auch Retro Möpse (vgl. hierzu http://www.mops-pfote.com/retro-mops/) hingegen sind sehr geschickt im Bereich Agility.


Mops


Die Augen

Vergrößerte und hervorstehende Augen machen den Mops anfällig für Verletzungen der Hornhaut. Die Haare der Nasenfalte können ebenso zu einer Reizung der Hornhaut am Auge führen. Besonders wichtig ist neben einer regelmäßigen Überprüfung des Gesundheitszustandes auch die Pflege der Nasenfalte, damit dort keine Ekzeme entstehen. Hierbei ist ein Tierarzt oder eine Tierklinik   zu Rate zu ziehen. Der Halter kann allerdings mit regelmäßigen Reinigungen der Falten schon viel zur Besserung und Vorbeugung beitragen.

Sonstige gesundheitliche Aspekte

Möpse, die besonders kleinwüchsig gezüchtet werden, sind oft von Gebärstörungen betroffen. Hier sind die Welpen im Verhältnis zur Mutter meistens zu groß. Muttertiere mit zu kurzem Fang haben außerdem Probleme damit, ihre Jungen richtig zu versorgen. Darüber hinaus gibt es weitere Erkrankungen, die bei dieser Rasse häufiger vorkommen. Dazu zählen die „Pug-Dog-Enzephalitis“, die das zentrale Nervensystem angreift und der Multiplen Sklerose beim Menschen ähnelt, sowie Deformationen an der Rute, die zu Beschwerdebildern der Wirbelsäule führt. Der Mops hat außerdem eine Disposition zur Hüft- und Ellenbogendysplasie  . Auch die Patellaluxation, eine Verrenkung der Kniescheibe, ist eine rassetypische Krankheit  .

Fazit

Auch wenn der Mops ein sehr niedlicher, überschwenglicher und entzückender Zeitgenosse und Familienhund ist, der sehr anhänglich ist und seine Herrchen und Frauchen immer wieder zum Lachen bringt, so sind vor der Anschaffung auch die Nachteile bedingt durch in der Vergangenheit bedingte Qualzuchten zu beachten. In extremen Fällen hat das Tier ein schweres Leben und auf den Halter kommen hohe Folgekosten durch Tierarztrechnungen zu. Wer trotzdem einen Mops als Haustier haben möchte, der sollte auf die neueren Züchtungen zurückgreifen, die weitaus resistenter gegen Krankheiten   und anatomisch weitaus robuster und weniger anfällig sind.

Weitergehende Informationen rund um die Hunderasse Mops bietet www.mops-pfote.com.

Mops


 

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