Malteser

der MalteserDer Malteser hat seinen Namen nicht, wie man logischerweise vermuten würde, von der Insel Malta, sondern seine Bezeichnung leitet sich nach Meinung des FCI von dem semitischen Wort „màlat“ ab, das soviel wie Hafen oder Zuflucht bedeutet und Bestandteil vieler Orts- und Gegendbezeichnungen im mediterranen Raum war, der Heimat dieses kleinen Hundes.

Bereits seit vielen Jahren steht der Malteser laut der jährlichen Statistik des Verbands für deutsches Hundewesen (VDH) in den Top 100 der Beliebtheitsskala für Rassehunde in Deutschland, wo er momentan den 67. Platz einnimmt. Er zählt zu den von der FCI (Fédération Cynologique internationale –der Weltorganisation der Kynologie) anerkannten englischen Hunderassen und wird dort unter dem FCI-Standard, Nr.65, Gruppe 9, Gesellschafts- und Begleithunde, Sektion 1: Bichons und verwandte Rasse, 1.1. Bichons geführt.

Herkunft:

Der Maltester gilt als eine der ältesten Zwerghunde Europas. Bereits seit dem Altertum exstierten in den Mittelmeerländern langhaarige Zwerghunde mit glattem, gewellten oder gelockten Haar, die als Begleithunde von feinen Damen gehalten wurden und unter der Bezeichnung „Bichons“ geführt werden. Genaue Nachweise über die Herkunft dieser kleinen Hunderasse konnten jedoch bisher nicht beigebacht werden. Es gibt Vermutungen, dass die Vorfahren der heutigen Malteser vor über 2.000 Jahren von Ägypten her durch Kaufleute in die Gebiete des Mittelmeeres gelangt sein könnten. Abbildungen aus ägyptischen Grabmälern, auf Statuen und Vasen, zeigen immer wieder einen kleinen Hund, der eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Malteser aufweist, jedoch sind dies nur Spekulationen. Seine Urahnen vermuten einige Kynologen bei dem Tibetanischen Terrier und dem Lhasa Apso, während andere Theorien lauten,er gehöre zu den Bichons oder sei ein klein gezüchteter Abkömmling des im Altertum existierenden mittelgroßen, weißen Schäferhunds. Auf jeden Fall lebte dieser kleine Hund in den Küstengebieten des Mittelmeerraumes, wo es seine ursprüngliche Aufgabe war, in den Häfen die Lagerräume und Schiffe frei von Mäusen und Ratten zu halten.

In den Aufzeichnungen von Aristoteles aus den Jahren 384 – 322 v.CH.) wird ebenfalls bereits eine kleine Hunderasse erwähnt, die „canes malitenses“, die er als „teuer bezahlte Schoßhündchen der Damen“ beschrieb. Und zu einem teuren Lieblingshund der feinen Gesellschaft hatte sich dieser ehemalige Rattenjäger sehr schnell entwickelt. Er wurde zu einem Statussymbol und blieb es auch über Jahrhunderte, wie diverse Abbildungen aus der Renaissance demonstrieren. Der Name „Malteser“ wurde ab dem 16. Jahrhundert immer üblicher. In Frankreich wurde er Bichon Maltais genannt und in England Maltese Terrier.Von Malta aus gelangte er dann auch nach Großbritannien, wo mit der Reinzucht begonnen wurde, Standards aufgestellt wurden und sein jetziges Aussehen geprägt wurde. Von dort aus begann seine Verbreitung in die ganze Welt, und bald gab es auch in den USA und Kanada große Zuchterfolge. Die ersten damals noch weiß-gelbbraunen Malteser wurden im Jahre 1862 in Großbritannien auf Hundeausstellungen gezeigt, in den USA dann im Jahre 1877. Die ersten Eintragungen ins Hundestammbuch erfolgten 1904.
Im Jahre 2012 wurden322. Malteser-Welpen beim VDH registriert.

der Malteser


Aussehen:

Der Malteser ist ein eleganter Zwerghund mit weißem, seidigen und fast bodenlangen Haar, einer Widerristhöhezwischen 19 – 26 cm und einem Gewicht zwischen 3 – 4 kg. Die Rumpflänge soll die Widerristhöhe um ca. 38 % überragen. Der Maltester hat einen leicht gerundeten Schädel mit stark betontem Stirnansatz und einem deutlichen Stop, dunklen, großen, fast runden Augen, die nach vorn fast auf einer Ebene liegen, und langen, behaarten, nahezu dreieckigen Hängeohren. Der Nasenschwamm ist abgerundet und muss schwarz pigmentiert sein. Sein Kiefer ist normal entwickelt mit einem perfekten Scherengebiss. Der Körper ist gut ausgewogen mit einem Rücken, der gerade bis zum Rutenansatz verläuft. Er hat einen geräumigen Brustkorb mit nicht stark gewölbten Rippen, kurze und gerade Beine mit einer gut gewinkelten Hinterhand und runden, schwarzen Ballen. Die im Ansatz dickere Rute ist gut befedert, verjüngt sich zur Spitze hin und wird über den Rücken gebogen getragen..Das Haar des Maltesers hat keine Unterwolle. Es ist dicht, seidig und glänzend, am ganzen Körper bodenlang und glatt und umgibt den Körper wie ein Umhang. Locken und Flocken sind in gewissem Maße an den vorderen und hinteren Gliedmaßen erlaubt. Die Farbe ist reinweiß, eine blasse Elfenbeinfärbung wird zugelassen.

Wesen:

der Malteser

Der Malteser ist ein sehr intelligenter, freundlicher und lebhafter kleiner Hund. Er ist sehr gelehrig und verspielt, aber auch wachsam und mutig. Er ist ein guter Begleithund und läßt sich, da er keinen Jagdinstinkt hat, auch gut führen. Er braucht eine enge Bindung zu seiner Familie, hat eine grenzenlose Geduld und ist daher auch für Familien mit Kindern gut geeignet. Fremden gegenüber ist er eher reserviert. Er ist zufrieden, wenn er Teil seiner Familie ist und ist auch für Wohnungshaltung bestens geeignet.


Verwendung:

Neben seiner guten Eignung als Familienhund wird der Malteser aufgrund seines einfühlsamen Wesens auch in der Betreuung für geistig Behinderte eingesetzt.

Pflege:

Der Malteser hat ein äußerst pflegeintensives Fell, dem man sich täglich widmen sollte, und das einige Zeit erfordert.

Rassespezifische Erkrankungen:

Beim Malteser können Probleme mit der Kniescheibe auftreten, die sog. Patella Luxation. Außerdem ist eine regelmäßige Augenpflege empfehlenswert, da dieser kleine Hund aufgrund seines langen Fells häufiger unter Bindehautentzündungen leidet.

Die Lebenserwartung dieses liebenswerten Hundes liegt bei 12 – 15 Jahren.

"Schau dir den Blick deines Hundes an:
Kannst du immer noch behaupen,
er hätte keine Seele?"
Victor Hugo

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