Rottweiler

Rottweiler Rottweil ist nicht nur die älteste Stadt Baden-Württembergs und weit über die Region hinaus bekannt für ihren wunderschönen, mittelalterlichen Stadtkern und ihre außergewöhnliche „Fasnet“ (Fasnacht), sie ist zugleich Namensgeberin für eine wunderbare Hunderasse, den Rottweiler, der laut der jährlichen Statistik des Verbands für deutsches Hundewesen (VDH) an der achten Stelle der Beliebtheitsskala für Rassehunde in Deutschland steht. Er zählt zu den von der FCI (Fédération Cynologique internationale –der Weltorganisation der Kynologie) anerkannten Hunderassen und wird dort unter der FCI-Gruppe 2, Sektion 2.1, Standard Nr. 147, Molosser und doggenartige Hunde, geführt.

Herkunft:

Der Rottweiler ist eine sehr alte Hunderasse und ist entstanden aus den alten Schäfer- und Hirtenhunden Deutschlands, eventuell vermischt mit Hunden, die die römischen Heere und Händler mit nach Deutschland brachten. Diese Theorie ist weit verbreitet; es gibt jedoch dafür keine handfesten Beweise. Ihren Namen bekamen sie von der Stadt Rottweil, die ein Handelszentrum für den Viehhandel war. Zu den großen Viehmärkten wurde dorthin von überall das Großvieh getrieben, und die Viehhändler und Metzger ließen ihr Vieh von großen, kräftigen Hunden treiben, und bewachen, genannt Rottweiler Metzgerhunde. Diese Hunde mussten sehr kraftvoll und robust sein, um auch einen Stier in die Knie zwingen zu können, aber auch schnell und gewandt, um den Tritten des Viehs ausweichen zu können. Sie mussten intelligent, stark, wachsam, mutig und robust sein, um die Herden vor Raubtieren und ihren Herrn und seinen Besitz schützen und außerdem auch den Metzgerkarren ziehen zu können. Bereits im Mittelalter wird von Hunden berichtet, die eine auffällige Ähnlichkeit mit dem heutigen Rottweiler haben, jedoch wurde damals in erster Linie nach Leistung und nicht nach dem Aussehen gezüchtet. In den Jahren 1883/94 wurden die ersten Rassestandards aufgestellt. Als jedoch das Viehtreiben mit Hetzhunden per Gesetz Ende des 19. Jahrhunderts verboten wurde und außerdem neue Transportwege entstanden waren, nahm die Zahl der Rottweiler dramatisch ab, und die Rasse stand kurz vor dem Aussterben. 1904 wurde der erste Rottweiler-Klub zur Rettung des Rottweiler Metzgerhundes gegründet, dem mehrere folgten, und die Rasse wurde vor dem Untergang gerettet. Hilfreich dafür war auch, dass man ihre hervorragende Eignung als Polizeihund entdeckte und man sie deshalb 1910 offiziell als Polizeihundrasse anerkannte. Heutzutage ist der Rottweiler nach wie vor ein äußerst beliebter Arbeits- und Gebrauchshund mit (laut VDH-Statistik) 1.414 Welpengeburten im Jahr 2011.

Aussehen:

Rottweiler Der Rottweiler ist ein mittelgroßer, schwerer, stämmiger Hund mit kräftigem Körperbau und einem Gewicht von ca. 50 kg und einer Widerristhöhe von bis zu 68 cm beim Rüden und einem Gewicht von ca. 42 kg und einer Widerristhöhe von bis zu 63 cm bei der Hündin. Der breite Kopf hat eine mittlere Länge mit ausgeprägtem Stirnabsatz und Hinterhauptstachel. Die Ohren stehen weit voneinander und sind hängend, die mandelförmigen Augen sind dunkelbraun, der Kiefer breit mit starken Zähnen, die Lefzen schwarz mit geschlossenem Lefzenwinkel, die breite Nase ist schwarz mit großen Öffnungen und geradem Nasenrücken. Der Rottweiler hat einen kräftigen, muskulösen Hals mit mäßig gewölbtem Nacken, geradem Rücken und eine breite, tiefe Brust. Die Rute ist naturbelassen.(Seit dem Jahr 1998 werden nur noch unkupierte Rottweiler zur Zucht zugelassen). Die Beine sind gerade, kräftig und muskulös mit harten Ballen und schwarzen Krallen. Der Rottweiler hat Stockhaar, d.d. mittellanges, dickes, eng anliegendes Deckhaar und eine dichte Unterwolle. Sein schwarzes Fell hat deutliche rotbraune Abzeichen an den Backen, dem Fang, der Brust, der Halsunterseite, an den Läufen und unter der Rute.

Wesen:

Rottweiler Der Rottweiler ist ein intelligenter, mutiger, starker, selbstsicherer und nervenfester Hund, der im FCI-Standard als „von freundlicher und friedlicher Grundstimmung, kinderliebend, sehr anhänglich, gehorsam, führig und arbeitsfreudig“ beschrieben wird. Er ist ein wachsamer und beschützender Hund mit einer gewissen Neigung zur Dominanz. Er braucht von Anfang an eine gute Sozialisierung   und eine feste, erfahrene und vor allem konsequente Hand in der Erziehung, ist also kein Hund für einen unerfahrenen „Hundeanfänger“ oder ältere oder schwächere Menschen, denn er ist nun mal ein Kraftpaket mit einem hohen Bewegungsdrang, das entsprechend Auslauf benötigt sowie auch geistige Beschäftigung. 

Verwendung:

Der Rottweiler ist ein Begleit-, Dienst- und Gebrauchshund. Aus guter Zucht und mit konsequenter Erziehung er auch durchaus ein liebenswerter Familienhund, der seiner Familie treu ergeben ist. Seit dem Jahre 1910 wurde er als Polizei- und Militärhund zugelassen und erfüllt dort nach wie vor die verschiedensten Aufgaben als Wach- und Rettungshund, Minensuchhund, bei der Bergrettung und Wasserrettung. Auch als Begleit- und Blindenhund leistet er hervorragende Dienste.

Rottweiler Welpe

Besonderheit:

Der Rottweiler wird in einigen deutschen Bundesländern, in Österreich und der Schweiz als Listenhund geführt, d. h. er wird per Gesetz als gefährlich oder potenziell gefährlich angesehen. Dies bedeutet, dass seine Haltung gewissen Beschränkungen unterliegt und er in diesen Ländern einen Wesenstest durchlaufen muss. Wer sich einen Rottweiler anschaffen möchte, sollte sich dementsprechend vorher nach den Bestimmungen in seinem Bundesland erkundigen.

Rassespezifische Erkrankungen:

Hüftgelenksdysplasie  : Es ist eine erblich bedingte Erkrankung  , die bisher schon für 79 meist größere Hunderassen nachgewiesen werden konnte und die zu einer ungleichen Form von Oberschenkelform und Beckenpfanne führt und Grund für frühzeitige Arthrose   darstellt. Der Verband führt bei Zuchttieren DNA  - bzw. Röntgenuntersuchungen durch, und nur Tiere mit einem gewissen Wert werden zur Zucht zugelassen.
Ellbogendysplasie (ED  ).Hier handelt es sich um eine  Miss- oder Fehlentwicklung im Bereich des Ellenbogens.
Herzvenenverengung: Leider ist der Rottweiler für diesen Herzfehler, der den ungestörten Blutrückfluss aus dem Herzen behindert, anfällig.
Die Lebenserwartung dieses schönen Arbeits- und Gebrauchshundes liegt bei ca. 9 – 10 Jahren.

Ich habe große Achtung vor der Menschenkenntnis meines Hundes,
er ist schneller und gründlicher als ich.

Fürst Bismarck

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