Shih Tzu

Der Shih TzuDer Legende nach war Buddha ständig von Hunden umgeben, die sich bei Gefahr in Löwen verwandeln konnten. Dies waren die sogenannten „Löwenhunde“, zu denen die heutigen Tibet-Terrier, der Lhasa Aspo, der Pekinese und der Shih Tzu zählten, auf den hier näher eingegangen werden soll.

Bereits seit einigen Jahren steht der Shih Tzu laut der jährlichen Statistik des Verbands für deutsches Hundewesen (VDH) in den Top 100 der Beliebtheitsskala für Rassehunde in Deutschland, wo er momentan den 95. Platz einnimmt. Er zählt zu den von der FCI (Fédération Cynologique internationale –der Weltorganisation der Kynologie) anerkannten Hunderassen und wird dort unter dem FCI-Standard, Nr.208, Gruppe 9: Gesellschafts- undBegleithunde, Sektion 5: Tibetanische Hunderassen geführt mit dem Ursprungsland Tibet und dem Patronat Vereinigtes Königsreich.

Herkunft:

Wie bei vielen anderen Hunderassen sind sich auch hier die Experten über die Herkunft dieses kleinen Hundes nicht völlig einig. Der Name „Löwenhunde“ war im alten Tibet anfangs mit großer Wahrscheinlichkeit keine Rassebezeichnung, sondern nur der Name für kleinwüchsige, zotthaarige, löwenfarbige Hunde mit einer prägnanten Halskrause. Es wird daher angenommen, dass sowohl der heutigeTibet-Terrier, der Lhasa Apso, der Pekinese und der Shih Tzu aus diesen ursprünglichen Löwenhunden entstanden ist, denn sowohl das chinesische Wort Shih Tzu sowie das tibetische Lhasa Apso wird mit „Löwenhund“ übersetzt. Diese Hunde sollen bereits ab dem 7. Jahrhundert in den tibetischen Klöstern gehalten worden sein, wo Wert darauf gelegt wurde, ihr Aussehen entsprechend der Legende „löwenartig“ zu erhalten. Sie dienten dort ebenfalls als Tempel- und Wachhunde, da ihr Gehör deutlich besser ausgeprägt sein soll als das anderer Hunde. Von Tibet aus gelangten einige Exemplare dieser Tempelhunde wahrscheinlich als Gastgeschenke im 17. Jahrhundert auch an den chinesischen Kaiserhof, wo sie sich sehr bald einer großen Beliebtheit erfreuten und intensiv gezüchtet wurden.Es waren Luxusgeschöpfe, die an den Höfen gehegt und gepflegt wurden und wahrscheinlich dem heutigen Lhasa Apso sehr ähnelten. Kreuzungen mit dem dort heimischen Pekinesen können zu der heutigen Form des Shih Tzu geführt haben oder aber eine strenge Zuchtauswahl von kleinen und kurznasigen Exemplaren des Lhasa Apso, da die Chinesen eine Vorliebe für diese Hundeform hatten.Auf jeden Fall ist die Ähnlichkeit von Shih Tzu zu Lhasa Apso so ausgeprägt, dass selbst für Experten eine genaue Einordnung oft nicht einfach ist. Anfang des 20. Jahrhunderts ließ das Zuchtinteresse in China nach und die ersten Exemplare der bisher nicht zur Ausfuhr erlaubten Shih Tzus gelangten auch nach Europa und Nordamerika. Im Jahre 1923 wurde der Chinesische Kennel Club Shanghai gegründet, die ersten Hunde erschienen bald auch auf Ausstellungen und die ersten Standards wurden 1934 festgelegt. In England wurden diese Hunde im Jahre 1929 als eigene Rasse anerkannt, in den USA jedoch erst in den sechziger Jahren. Als im Jahre 1949 die Kommunisten in China die Macht ergriffen, wurden viele Shih Tzu als „unnütz“ getötet und die Zucht in China damit praktisch ausgelöscht. In Europa und Amerika entwickelten sich jedoch Zuchtlinien, die im Laufe der Zeit hinsichtlich des angestrebten Aussehens dieses kleinen Hundes deutlich voneinander abwichen und es auch heute noch tun, wobei die europäischen Zuchten sich bemühen, den alten chinesischen Standards möglichst nahe zu kommen mit einem Hund mit etwas niedrigeren Beinen, breiterer Brust und rundem Kopf, starkem Hals und größeren Augen als die seiner amerikanischen Verwandten.
Im Jahre 2012 wurden beim VDH 157 ShihTzu-Welpengeburten registriert.

Der Shih Tzu


Aussehen:

Der Shih Tzu ist ein kleiner, robuster, stark behaarter Hund tibetischen Ursprungs mit einer Widerristhöhe bis maximal 27 cm und einem Gewicht von 4,5 bis 8,1 kg. Ddas Idealgewicht liegt zwischen 4,5 bis 7,3 kg. Seine Haltung wird im Standard als „deutlich arrogant“ beschrieben. Er hat einen breiten, runden Kopf mit einem guten Kinn- und Backenbart. Das Haar auf dem Nasenrücken wächst so nach oben, dass sich ein deutlich chrysanthemhafter Effekt zeigt. Als ein Charakteristum dieses kleinen Hundes wird im Standard tatsächlich der „Chrysanthemenkopf“ aufgeführt. Die Nase des ShihTzu ist schwarz, bei leberfarbenen Hunden darf sie auch leberfarben sein. Der Nasenrücken ist gerade oder nur leicht aufgebogen mit einem ausgeprägten Stop. Sein Fang ist kurz und quadratisch, ohne Falten und behaart. Seine großen, runden Augen sind dunkel (bei leberfarbenen Exemplaren evtl. auch etwas heller) und sollen mit freundlichem Ausdruck blicken und nicht hervorstehend sein. Seine großen Hängeohren sind stark behaart, ebenso wie seine kurzen, geraden und muskulösen Läufe, die Brust ist breit und tief, der Rücken gerade. Seine Pfoten sind rund und fest und wirken durch die reichhaltige Behaarung sehr groß. Die Rute ist hoch angesetzt, ebenfalls stark behaart und wird über dem Rücken getragen. Sein Haarkleid ist mehr als reichlich. Es ist lang und dicht und hat eine kräftige Unterwolle. Es darf nicht gelockt sein, jedoch sind leichte Wellen zugelassen. Das Kopfhaar wird meistens mit einer Schleife hochgebunden, damit der Hund besser sehen kann und keine Augenreizungen bekommt. Beim Shih Tzu sind alle Haarfarben zugelassen, und sie werden in den unterschiedlichsten Farben gezüchtet. Erwünscht werden bei mehrfarbigen Hunden eine weiße Rutenspitze und ein weißer Stirnfleck.

Wesen

Der Shih Tzu ist ein fröhlicher, freundlicher und bis ins hohe Alter verspielter Hund. Er ist intelligent, lernfreudig, temperamentvoll und bewegungsfreudig, braucht also eine angemessene Auslastung. Er ist ein selbstbewußter Hund, der häufig durchaus eine Portion von Eigensinn entwickeln kann, was eine konsequente, liebevolle Erziehung von Anfang an erfordert. Er entwickelt eine starke Bindung zu seinen Bezugspersonen und verträgt sich gut mit Kindern und auch mit anderen Haustieren, ist also auch ein idealer Wohnungshund für eine junge Familie. Trotz seiner geringen Größe ist er ein sehr aufmerksamer und wachsamer Hund, der über ein außergewöhnliches Gehör verfügt.

Der Shih Tzu


Pflege:

Der Shih Tzu hat extrem viel Fell, das, wenn es nicht gestutzt oder geschoren wird, bodenlang wächst und sehr schnell verschmutzen, verknoten und verfilzen kann. Es erfordert also einen großen Pflege- und Zeitaufwand, das charakteristische Haarkleid dieses kleinen Hundes zu erhalten, wenn man dies wünscht. Er muss täglich gekämmt und gebürstet werden, er muss regelmäßig gebadet und dann trocken gefönt werden, die Haarlängen müssen kontrolliert werden, die Pfoten von Fell frei geschnitten werden etc. etc. Das lange Kopfhaar wird normalerweise hochgebunden, damit es nicht in die Augen fällt. Shih Tzu-Besitzer, die nicht mit ihren Hunden auf Ausstellungen gehen, lassen das Haar ihres Fellknäuels einfach kurz schneiden, was natürlich viel pflegeleichter ist, bei Ausstellungshunden jedoch natürlich nicht erlaubt ist.

Rassespezifische Krankheiten  :

Der Shih Tzu zählt zu den brachyzephalen (kurzköpfigen) Hunderassen, die verstärkt zu Problemen mit der Atmung und den Augen neigen. Hitze vertragen sie nicht besonders gut. Ein zu kurzes oderzu langes Gaumensegel tritt bei dieser Hunderasse ebenfalls gehäuft auf. Andere bekannte Gesundheitsrisiken dieses kleinen Hundes sind ein portosystemischer Shunt (eine Gefäßanomalie der Pfortader), die Hüftgelenksdysplasie   und Patella-Luxation. Es ist zu empfehlen, sich beim Züchter nach eventuellen Vorerkrankungen der Elterntiere zu erkundigen.

Die ungefähre Lebenserwartung dieses außergewöhnlichen Hundes liegt bei 11 bis16 Jahren.

Kein Psychiater der Welt
kann es mit einem kleinen Hund aufnehmen,
der einem das Gesicht leckt.
Ben Williams

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