Zwergschnauzer

Zwergschnauzer Den Namen „Schnauzer“ verdankt diese Rasse ihrem unglaublich ausgeprägten Schnurrbart, der in dieser Form ein unverwechselbares Merkmal dieses Hundetyps ist, die in Riesen-, Mittel- und Zwergschnauzer unterteilt wird. Der Zwergschnauzer, auf den hier im Folgenden eingegangen werden soll, ist von diesen drei einzeln gelisteten Rassen die kleinste Ausgabe.

Bereits seit vielen Jahren steht der Zwergschnauzer, laut der jährlichen Statistik des Verbands für deutsches Hundewesen (VDH), an der 14. Stelle der Beliebtheitsskala für Rassehunde in Deutschland. Er zählt zu den von der FCI (Fédération Cynologique internationale –der Weltorganisation der Kynologie) anerkannten Hunderassen und wird dort unter der FCI-Gruppe 2, Sektion 1, Standard Nr. 183, Pinscher und Schnauzer geführt.

Herkunft:

Vorfahren der Schnauzer (Riesen-, Mittel- und Zwergschnauzer) waren die Hunde der Bauern und Fuhrleute der vergangenen Jahrhunderte, wobei diese Tiere von ihren damaligen Herren noch nicht nach Aussehen, sondern in erster Linie nach ihren Gebrauchseigenschaften ausgewählt wurden. Fuhrleute und Bauern benötigten einen widerstandsfähigen Hund, der intelligent, wachsam und mutig war, um Haus, Hof und Fuhrwerk zu bewachen, ausdauernd genug, um am Fuhrwerk zu laufen und mit einem Haarkleid, das pflegeleicht und wetterunempfindlich war. Hier wurden Hunde bevorzugt, die längere und gröbere Deckhaare hatten, wobei sich diese längere Behaarung auch auf Läufe und Gesicht erstreckte. Außerdem sollten diese Hunde einen gewissen Jagdtrieb haben, um in den Scheunen Ratten und Mäuse jagen zu können. Diese Hunde wurden in der früheren Literatur noch als „Pinscher“ bezeichnet und entsprachen größenmäßig etwa dem heutigen Mittelschnauzer. Aus diesem „Hunderohmaterial“ wurde ab Ende des 19. Jahrhunderts u.a. auch die Rasse der heutigen Schnauzer herangezüchtet. Die ersten „Pinscher“ tauchten im Jahre 1879 auf einer Ausstellung auf, und 1880 wurden die ersten Rassestandards aufgestellt. Die Umbenennung des rauhaarigen Pinschers in „Schnauzer“ findet Anfang des 20. Jahrhunderts statt. Im Jahre 1895 wurde der Deutsche Pinscher-Schnauzer Klub in Köln gegründet. Das Aussehen bzw. die Größe des Zwergschnauzers, des Kleinsten unter den Schnauzern, ist auf Basis des Mittelschnauzers wahrscheinlich durch die Einkreuzung von Affen- und Zwergpinschern erreicht worden. Der erste offiziell registrierte Zwergschnauzer wurde im Oktober 1888 erwähnt. Waren anfangs noch seine größeren „Brüder“ beliebter, so überholte die Miniaturausgabe, deren Züchtung in den Fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts stark forciert wurde, sehr bald die beiden anderen Größeren.

Im Jahre 2011 wurden beim VDH 1.151 Zwergschnauzer-Welpen registriert.

Aussehen:

Zwergschnauzer Der Zwergschnauzer ist ein kleiner, kräftiger, etwas gedrungen wirkender, rauhhaariger Hund mit quadratischem Körperbau. Die Widerristhöhe wird mit 30 – 35 cm bei einem Gewicht zwischen 4 – 8 kg angegeben. Der kräftige Kopf ist lang mit flacher Stirn und einem Stop, der durch die Brauen stark betont wirkt. Die Kiefer sind kräftig mit einem vollständigen Scherengebiss, Nasenkuppe und Lefzen sind schwarz. Die Augen des Zwergschnauzers sind lebhaft, oval, mittelgroß, dunkel und nach vorn gerichtet, seine Klappohren sind V-förmig und hoch angesetzt. Der muskulöse Hals soll schön gewölbt sein, der Rücken kräftig und kurz mit mäßig breiter Brust, die Läufe sind kräftig und stämmig. Die Rute soll naturbelassen sein mit dem Ziel einer Säbel- oder Sichelrute. Das Haarkleid des Zwergschnauzers ist dicht und drahtig mit dichter Unterwolle und hartem Deckhaar, das weder gewellt noch struppig sein darf. Charakteristisch für diese Rasse ist, dass dieses Haar am Fang einen ausgeprägten Bart bildet und über den Augen stark buschige Augenbrauen, die allen Schnauzern ihr typisches Aussehen geben. Zugelassene Fellfarben sind Reinschwarz mit schwarzer Unterwolle, Reinweiß mit weißer Unterwolle, Schwarzsilber und Pfeffersalz.

Wesen:

Der Zwergschnauzer ist ein intelligenter, temperamentvoller, freundlicher und liebenswerter Hund. Zwar ähnelt er äußerlich sehr einem Terrier, ist jedoch erheblich besser zu erziehen, obwohl er durchaus einen eigenen Charakter hat. Er ist lernbegierig und kinderlieb und hat, wie auch etliche andere Hunde, den „will to please“. Er ist anhänglich, wachsam und furchtlos, ohne aggressiv zu sein, verteidigt jedoch auch durchaus sein Territorium, wenn nötig. Er hängt sehr an seiner Familie, braucht unbedingt den menschlichen Kontakt und die Zuwendung, ist also kein Hund für Zwingerhaltung. Er hat einen gewissen Jagdtrieb, braucht viel Bewegung und auch geistige Anregung und ist deshalb bestens geeignet für Obedience (Gehorsamkeitsarbeit), Agility oder Tracking.

Zwergschnauzer

Verwendung:

Wurde er früher gerne als Haus- und Stallhund eingesetzt, wo er als „Rattler“ erfolgreich Ratten und Mäuse bekämpfte, so ist er heute in erster Linie ein Familien- und Haushund, ein wunderbarer Begleiter für aktive Leute, die sich gern bewegen und auch draußen aufhalten. Er ist auch als Wohnungshund geeignet, wenn er genügend Auslauf erhält.

Pflege:

Der Zwergschnauzer benötigt eine etwas intensivere Fellpflege als andere Hunde. Sein Haar wächst bis zu einer bestimmten Länge und stirbt dann ab, muss jedoch, da es nicht abfällt, in gewissen Abständen durch Trimmen entfernt werden, um das typische Schnauzer-Aussehen zu erhalten. Ohne dies kann es durchaus 5 – 10 cm lang werden. Regelmäßiges Bürsten ist also notwendig sowie Besuche beim Hundefriseur.

Rassespezifische Erkrankungen:

Der Zwergschnauzer gilt als eine gesundheitlich sehr robuste Rasse. Erblich bedingte Erkrankungen, die bei ihm auftreten können, sind Augenerkrankungen, Diabetes, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Blasensteine, Hyperlipidämie und das sogenannte Schnauzer-Komedo  -Syndrom.
Die Lebenserwartung dieses fröhlichen, kleinen Hundes beträgt ca. 14 Jahre.

Gib dem Menschen einen Hund
und seine Seele wird gesund.
(Hildegard von Bingen)

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