Die Perserkatze

PerserkatzeDie Perserkatze zählt zu den Langhaarkatzen und ist eine der ältesten Edelkatzen mit Vorfahren, die bis zum Jahr 1620 zurückverfolgt werden können. Sie stammt wahrscheinlich aus dem türkischen Raum aus der Gegend um Ankara und wurde anfangs deswegen auch als Angora bezeichnet, was jedoch keinerlei Bezug hat zu den heute bekannten Angora-Katzen. In der Mitte des 17. Jahrhunderts gelangte sie nach Europa, wo sie – zunächst in Frankreich –intensiv gezüchtet wurde. Nur hatte die damalige Perserkatze wenig Ähnlichkeit mit den heute geltenden Standards für diese Rassekatze, denn ihr Gesicht war zu der Zeit noch deutlich länger und ihr Fell nicht so dicht und imposant wie heute. Diese Merkmale haben sich im Laufe der Zeit erst durch diverse Kreuzungen und Züchtungen herauskristallisiert.

PerserkatzeIn der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden in den USA durch intensive Zuchtbemühungen einige Merkmale herausgezüchtet, die den Katzen große gesundheitliche Beschwerden verursachten. Die Tiere litten unter Atembeschwerden durch die immer kürzer gezüchteten Nasen, tränenden Augen und Schwierigkeiten beim Fressen. Heutzutage bevorzugen jedoch verantwortungsvolle Züchter wieder die ursprüngliche Form der Perser mit normal langen Nasen und lang gestrecktem Körper.

Die Perserkatze ist eine mittelgroße, kräftige Katze mit breiter Brust, geraden Schultern und Rücken. Der Kopf ist rund mit großen, runden Augen, die weit auseinander stehen, die Ohren sind abgerundet und klein. Sie hat stämmige, kurze Beine mit großen, runden Pfoten, die vorzugsweise Büschel aufweisen. Ihr Schwanz ist kurz und sollte zur Körperlänge passen. Ihre Nase ist winzig. Das Gewicht einer Katze beträgt 3,5 – 6 kg, das eines Katers maximal 7 kg. Ihr Fell ist lang und dicht mit dichter Unterwolle. Es erfordert eine intensive Fellpflege, und man sollte bereits die kleinen Kätzchen an tägliches Bürsten gewöhnen.

PerserkatzeMan findet Perserkatzen in über 60 anerkannten Farbschlägen und Varietäten von Schwarz bis Weiß, Blau, Cremefarben, Rot, Chocolate, Lilac, Smoke, aber auch Bicolor-Arten oder Getupfte (nur in den USA) etc., etc. bis hin zu Kreuzungen mit Siamkatzen, den sogenannten Colourpoints. Die Augenfarbe der Perser ist, je nach Fellfarbe, unterschiedlich, vorherrschend sind jedoch orange oder kupfer. Die Augenfarbe sollte jedoch unbedingt zum Farbschlag passen.

Perserkatze Ein gesundheitliches Problem, das vor allem bei Perserkatzen (aber auch bei einigen anderen Rassen, wie z. B. bei der British Kurzhaar oder Exotdic Shorthair-Katze) auftreten kann, ist die „Polycystic Kidney Disease  “ oder PKD   (vererbliche Nierenzysten). Erst im späteren Lebensalter zeigt die Katze klinische Symptome  , die zu Nierenversagen führen können. Die Veranlagung zur PKD kann man mithilfe einer Ultraschall-Untersuchung ab der 10. Lebenswoche nachweisen. Inzwischen wurde auch ein Gentest entwickelt. Katzen mit dieser Veranlagung sollten auf jeden Fall von der Züchtung ausgeschlossen werden, da dieses Gen   autosomal-dominant ist.

Die Perserkatze ist eine eher ruhige, freundliche und zutrauliche Katze. Ihr Bewegungsdrang ist nicht sehr ausgeprägt und sie benötigt nicht unbedingt Freigang, weshalb sie sich sehr gut für die Wohnungshaltung eignet. Ihre Stimme ist eher leise, und sie ist nicht besonders „redselig“.

Züchter der Perserkatze:  
http://www.ocean-village.de  
http://www.persermitnase.com           

„Eine Katze ist nur technisch ein Tier, ansonsten ist sie göttlich“.
Robert Lynd

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